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Horst
Kaisers Homepage |
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Auswahlmenü Kriegsende und amerikanische Gefangenschaft II./Artillerie Regiment 117
Kriegstagebuch Dezember 1941 bis Januar 1943 Chronik Mai 1943 bis zur
Vernichtung am 12. Mai 1944 ein Tagebuch von Brunhilde
Dallmann Familie Kaiser aus Prütznow und
Labes Stammbaum der Familien Kaiser
und Eitzen und Treffen in der
Lüneburger Heide
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Russlandfeldzug Artillerie-Regiment
117
Kriegstagebuch
der II. Abteilung
Für
die Zeit vom 13.12.1941 bis 20.01.1943
Bearbeitet
von Horst Kaiser
Die eingefügten Landkarten können in größerer,
besserer Qualität abgerufen werden
unter http://picasaweb.google.de/hokaiser/AR117KartenUsw Eine
ausführliche Darstellung der Ereignisse hat Major Friedrich Musculus in seinem 440 Seiten starken Buch „Geschichte der 111. Infanterie Division 1940 – 1944“ gegeben. Das Buch ist leider vergriffen; es soll
aber in Deutschland über Bücherei-Fernleihe zu beschaffen sein. Es
wäre sehr zu begrüßen, wenn sich die Inhaber der Rechte dazu entschließen
könnten, eine Kopie des Buches im Internet allgemein zugänglich zu machen, um
kurzfristige Recherchen zu ermöglichen. Teil 1: Debalcewo Von Dezember 1941 bis 6. Juli 1942
13.12.1941
Tauwetter, dunstig, 17 Schuß 14.12. Die 4. Battr. wird zu einer
Sondergruppe zum Flankenschutz nach Luganskoje abgestellt. 1 Geschütz der
Battr. bleibt in der Feuerstellung der 6. Battr. als Arbeitsgeschütz. 15.12. Das Einschießen auf
Sperrfeuerräume kann der Sicht wegen nicht durchgeführt werden. Schneefall, Nebel 49 Schuß 16.12. Die Battr. schießen sich auf die
Sperr‑ und Vernichtungsfeuerräume ein. 2o.30 Uhr Feuerüberfall auf Tschernuchino 31 Schuß 17.12.
Der A.V.T. koppelt die
Feuerstellungen. 35 Schuß
18.12.
bis 20.12.
21.12. Die
5. Battr. wird angewiesen, Teile des I.R.117 bei der Wegnahme einiger noch
von Russen besetzter Kasernenblocks durch Feuer zu unterstützen. 60 Schuß 22.12. Gegen l0.00 Uhr greift der Russe
Debalzewo und Wergelewka an.
Artillerieunterstützung Nebel, 135 Schuß 23.12.
5. und 6. Battr. unterstützen I.R.70 in der Abwehr weiterer russ.
Angriffe und schießen Vorbereitungsfeuer für die Gegenstöße
zur Wiederherstellung der alten Lage. 4. Battr. tritt wieder zur Abteilung
und bezieht Feuerstellung im Russendorf und B‑Stellung in Nowo
Wergelewka. 251 Schuß 24.12. In Debalzewo ist die Lage nicht
wieder hergestellt. II. Batl. 70 wird erneut darauf angesetzt. Die 5. Battr.
unterstützt das Unternehmen, während die 6. Battr. den Abschnitt vor dem
I.R.70 überwacht. Feindl. Bereitstellungen südl. Debalzewo und in
Kommissarowka werden schon in der Entwicklung zerschlagen. Es gelingt bis
gegen Abend an fast allen Stellen die alte H.K.L zu besetzen. Bedeckt, ab Mittag Schneefall 25.12.1941 5.
Battr. unterstützt die letzten Säuberungsaktionen in Debalzewo. Nowo
Grigorjewka wird gegen Mittag von einmotorigen Bombern im Tiefflug angegriffen. Die Bomben detonieren nicht. 26.12.
und Keine Gefechtshandlungen. Rege
Tätigkeit der russ. Luftwaffen. 27.12. 28.12. 13 Stukas bombardieren den
Panzerzug in der Nähe des Bahnhofs Baronskaja. Der `Panzerzug wird aus den
Schienen geworfen. 29.12.
bis 31.12. Keine Kampfhandlungen. Störungsfeuer
auf die umliegenden Ortschaften. In der Sylvesternacht rege Flugtätigkeit.
1.1.1942 Starke feindliche Fliegertätigkeit.
Nowo Grigorjewka wird von Ratas mit
Bordwaffen angegriffen. (Anmerkung
2007: vermutlich handelt es sich um Novehryhorivka, das bei Debalcewo [Debal’ceve] liegt.) 2.-5.1 Keine Kampfhandlungen. Am 5.1. hat
die 5. Battr. beim Feuerüberfall auf Tschernuchino einen Frühzerspringer 12 m vor
dem Rohr. Es treten keine Verluste ein. 6.1. Hptm .Kuck geht mit schwerer
Gelbsucht ins Lazarett. 7.-8.1. Ruhiger Verlauf. 10.1.
Nach Gefangenenaussage beabsichtigt der Russe am 13.1. einen größeren
Angriff. 11. u.
12.1 Keine Kampfhandlungen. Am
12.1. schießt der Russe mit leichtem Kaliber etwa l0 Schuß Störungsfeuer auf
Nowo Grigorjewka. (Anmerkung: siehe 1.1.1942). 13.1. Starkes Störungsfeuer der Abt. auf
Kommissarowka, Tschernuchino und
verschiedene Zielpunkte. Der Russe greift jedoch nicht an. 14.1. bis
27. 1. Keine
Kampfhandlungen. Starkes russ. Störungsfeuer schw. Kalibers auf Nowo Wergelewka dabei jedoch viele Blindgänger.
Eigenes Störungsfeuer auf Tschernuchino und Z.P. 415. 28.1. Keine
Kampfhandlungen 29.1.
Der Russe ist bei Slawiansk in etwa 80 km Breite auf Losowaja
durchgebrochen. Um Gegenmaßnahmen
einleiten zu können werden Teile unserer Div: herausgezogen.
Aus der II. Abt. wird die 5. Battr. mit 3 Geschützen abgestellt. 30.1.,
31.1. bis
9.2. Keine Kampfhandlungen. Die
Battrn. schießen sich auf neue Zielpunkte ein. Die Pferdelage ist katastrophal. Immer neue
Pferde gehen an Erschöpfung ein, manchmal
mehrere an einem Tage. An
Körnerfutter wird etwa 400 gr. Hafer pro Pferd und Tag
geliefert. In der Umgebung der Protzenstellung ist alles Stroh
verbraucht. 11.2. bis 13.2. Keine Kampfhandlungen. Zwecks
Einsparen von Futterration soll ein Teil der wegen Erschöpfung dienstunfähigen
Panjepferde getötet und der Ernährung der Zivilbevölkerung zugeführt werden. 14.2.
bis 16.2.1942 Keine besondern Kampfhandlungen. Nur
der Panzerzug ist in den letzten Nächten häufig da gewesen und hat
Störungsfeuer geschossen. Er ist aber sehr vorsichtig und beschussempfindlich
geworden. Die 4. Battr. Ist besonders auf seine Feuerstellungen eingeschossen
und vertreibt ihn bereits mit den ersten Schüssen. In Debalzewo ist eine
Frontbühne eingetroffen, zu deren Vorstellungen die Abteilung gewöhnlich mehrere Plätze für die Einheiten
verteilt. Die drei Stunden voll Frohsinn und Laune bilden ein wichtiges
Gegengewicht gegen die Eintönigkeit des
russ. Winters. In den rückwärtigen
Gebieten wird besonders Wert auf Panzerabwehr und Panzerhindernisse gelegt. Die Abteilung
bekommt T‑Minen und beginnt die Ausbildung von Panzerbekämpfungstrupps Tauwetter, starke
Nebel, 8 Schuß Gesundheitszustand: Vermehrte Grippe- Erkrankungen, häufiges
Auftreten von Zahnfleisch- und Hauterkrankung
Lt. v. Gösseln wird von der 4. Battr. zum
Stab versetzt. 501 Schuss Schneefall, leichter Frost Am
17.3.: 3 Mann Ersatz, Genesene
Gesundheitszustand:
allgemein gut 4
Schuss 17.2. bis
20.2. Nichts Neues.
‑ Der Regimentskommandeur beabsichtigt, ein Lichtmeßsystem aufzuziehen, um durch Auswertung
nächtlicher Abschüsse die Standpunkte feuernder russ. Battrn. auszumachen. Es
ergeben sich jedoch außerordentlich große Schwierigkeiten. Zur Unterbindung des russ. Agenten‑ und
Nachrichtendienstes müssen ab heute lt. Armeetagesbefehl für jede Fahrt
außerhalb des Standortes Marschbefehle ausgeschrieben werden. Leichter Frost, 178
Schuß 21.2. Nahaufklärer
melden eine russ. Marschkolonne aller Waffengattungen in Richtung auf unseren Frontabschnitt, darunter 4o
Panzer. Im Frontabschnitt selbst Ruhe. 22.2.
Am 23. ist der Tag der Roten Armee. Man
rechnet mit einem Angriff der Russen. Seit 2 Tagen herrscht eine verdächtige
Ruhe. Auch der Panzerzug schießt nicht mehr. Anscheinend sammelt die russ.
Artillerie Munition für besonders starke Feuerüberfälle. Wir schießen in der
Nacht verstärktes Störungsfeuer und haben Alarmzustand. Warmes, sonniges Wetter Ab 21. 28
Schuß 23.2. 2.25 bis 3.00 Uhr gewaltiger
Feuerüberfall der feindl. Artillerie. Mehrere hundert Schuß schweren,
mittleren und leichten Kalibers, besonders auf Wegewka Dort greift der Russe beim I.R.5o mit etwa
300 Mann an. Wird aber in der deutschen Minensperre durch Sperrfeuer der
Artillerie und der schweren Waffen zersprengt und unter Verlust von 6o Toten
zurückgeworfen. 59 Schuß 24. und 25.2. Nichts
Neues. 25.2. 26. 2. Unser Regiments‑Kommandeur,
Herr Oberstlt. Barth, ist mit Wirkung vom 1.2. zum Oberst befördert, Abt.Vertr. Dr.Günther
m.W. vom 1.10.41. zum Oberveterinär. Nebel, Starkes Tauwetter macht
die Wege grundlos; da der
wenn auch der Schienensrang
teilweise unter Wasser steht und an
manchen Stellen die Holzunterlage weggeschwemmt wird. Am 1.4. 18 Mann
Ersatz, davon 3 Genesene Tauwetter, 80
Schuß 27.2. bis 27.2. bis 1.3.
Keine Kampfhandlungen. 63 Schuß 2.3. Es laufen verschiedene
Lehrgänge an. Zur Ausbildung der Funker wird vermehrt Funkunterricht, besonders Morsen, angesetzt. Für
Futtermeisteranwärter laufen in den nächsten Monaten 4 Kurse bei der
Vet.Komp.111. Für den Ersatz an Rechnungsführern richtet die Abteilung einen
Lehrgang vom 1. bis 10.3. auf Zahlmeisterei ein. 49 Schuß
3.3.1942 Lt. Regt.Tg.Bef.Nr.6 wird Herr Oberlt. Sachs mit der Führung der Abteilung beauftragt. Lt. Gericke,
5.Battr. zum Oblt. befördert. Im Frontabschnitt herrscht Ruhe 32 Schuss 4.3. bis
Keine besonderen Kampfhandlungen, außer gelegtl. Störungsfeuer. auf
beiden 26.3.
Seiten. Ass.Arzt Dr. Schwarz ist zur 2. San.‑Komp. versetzt,
dafür tritt Oberarzt
Dr. Zeitler zur Abteilung. Lt.
Lohse ist mit Wirkung vom 1.2.42 zum
Oblt. befördert. 28.3. bis
Ohne Neuigkeit. 13.4.
228 Schuss
14.
4. Herr Oblt. Sachs zum
Hauptmann befördert. 5. Battr.
Von 257. I. D. .zurück 16.4.
5. Battr. tritt
wieder unter den Befehl der Abteilung und bezieht Unterkunft in Kalininsk‑Süd Tauwetter 17.
bis ohne Neuigkeit 5 Schuss 22.4.
Infolge Umgliederung löst II./A.R.117 in dem Raume südl. Troizkoje liegende
III./A.R.85. (101.l..I.D.) ab. Vorkommandos werden in der Frühe entsandt.
Während der Nacht wird ein Geschütz der 6
Battr. mit Trecker in die neue Stellung gebracht. 23.4.
Vorkommando der
5. Battr. trifft ein und wird vom Kdr. eingewiesen. Die 6. Battr. ist in den
späten Abendstunden feuerbereit. 24.4.
Abends
Stellungswechsel der 4. Battr., sie ist um 11.30 Uhr feuerbereit. 26 Schuss 25.4.
Stellungen der Battrn. und des Abt.Gef.Std. in Zusammenarbeit. Siehe
Anlagen.
Nebel, 11 Schuss 26.4. bis Einschießen
der Battrn. auf Sperr‑ und Vernichtungsfeuerräume. 27.4.
Sonne, warmes Wetter
27 Schuss 28.4.
Eintreffen der
5.Battr. 15 Schuss 29.4.
Die 5. Battr. ist feuerbereit und schießt sich ein. Vom 22.4. bis
29.4. im Frontabschnitt keine
Kampfhandlungen. 1 Mann Ersatz (Fahnenjunker), 20 Schuss 30.4. In den Einheiten läuft die
Ausbildung, besonders die der Unterführer, weiter. In der Chefbesprechung
wurde den Einheitsführern die Ausrüstung mit Panjewagen und Panjepferden
mitgeteilt gem. Geheimbefehl. Zur Personellen Auffrischung und Vervollständigung
des Geräts wird je Abteilung im A.R.117 eine Battr. aufgelöst und auf die
restl. verteilt. In der II. Abt. wird die 4. Battr. dazu bestimmt. Die
Battrn. erschießen die Sperr‑ und Vernichtungsfeuerräume. 43 Schuss, Gesundheitszustand:
Einige
Fleckfieberfälle, vereinzelte, durch die Jahreszeit
bedingte
Erkältungskrankheiten. 1.5.1942 Zur Feststellung der genauen Lage der
Feindunterkünfte werden die russ.
Feldstellungen im Vorwärtseinschnitt
koordinatenmäßig ermittelt. 14 Schuss 2.5. Die H.K.L. und andere
Unterkünfte werden des öfteren von Rata's überflogen und zeitweise beschossen. In den
Feuerstellungen die von der III./A.R.85 übernommen wurden, ist die Tarnung noch unzureichend.
Es ergeben sich gewisse Schwierigkeiten. da in dem grauen Steppenboden nach
den häufigen Regenfällen das Gras allmählich grün wird und nunmehr die
Gegenstände, Bunker und Munitionslöcher als gelbe oder braune Erdflecken
deutlich zu erkennen und auch im Luftbild festzuhalten sind. Die Arbeit der
ersten Wochen beschränkt sich also auf das Flechten von Drahtnetzen und das
Herstellen anderer ähnlicher Tarnungsmittel. Außerdem sind die Gesch.‑Stände
sehr wenig gegen Beschuß gesichert. Es werden also Erdwälle um die Geschütze
aufgeworfen und Splitter‑ und Panzergräben gezogen. Auch die Munition
die aufgrund der winterlichen Verhältnisse größtenteils über der Erde lag,
muß eingegraben werden. Die Tarnnetze der Gesch.‑Stände, die Bunker und
Munitionslöcher werden schließlich mit abgemähtem Grün bedeckt das jedesmal
erneuert werden muß, wenn es zu trocknen beginnt. Trotzdem erweist sich diese
Art der Tarnung für unsere Feuerstellungen als die beste.
Außerordentliches heißes
Wetter, Gewitter mit starken
Regenfällen, 30 Schuss 3.5 bis
Ohne Neuigkeit 4.5.
13 Schuss Ersatz: 1 Uffz., 13
Mann 5.5.
Der Regimentsführer,
Major Preuß, besichtigt Feuerstellungen und B.‑Stellen. 26 Schuss 6.5.
bis Keine Kampfhandlungen. Die
Ausbau‑ und Tarnarbeiten werden
fortgesetzt. 10.5..
25 Schuss 11.5. Der Austausch unserer 1e F.H.18
gegen le.F.H.16 beginnt. Die le.F.H.16 sind in
Nikitowka auf die Eisenbahn verladen, erreichen im Bahntransport Bahnhof Roiy und werden von
Traktoren in die Feuerstellungen gezogen. 5. u. 6. Battr. werden je Battr.
mit 4 Geschützen le.F.H.16 ausgerüstet. Die 4. Battr. bekommt 4
le.F.H.18. 4.12.F.H.18 werden an die
I. und III. Abteilung abgegeben. Eine
le. F.H.18 wird in der Waffenmeisterei überholt.
20 Schuss 12.5.
Mit dem Austausch der Geschütze geht der Austausch der Kartuschen
vonstatten. Die Abteilung empfängt
18oo Kart. le.F.H.16. 12 Schuss 13.5.
Zum Ausbau
einer rückwärtigen Stellung unter dem Befehl von I.R.117 werden alle nicht entbehrlichen Mannschaften und
Uffz.. zu Schanzarbeiten eingeteilt. Diese 2. Stellung soll besetzt werden
von der Stabsbattr. II. Abteilung und dem Troß des Batl. Manzer. 14.5.
Zum Schutz der
Fernsprechleitung gegen Artilleriefeuer sind die Leitungen an den gefährdeten Stellen in offene Kabelgräben
zu legen.
22 Schuss 15.5.und Nichts
Neues. 16.5. 5
Schuss Gesundheitszustand: gut 17.5. Der Feindeinsatz in diesen
Wochen ist gering. Die russ. Artillerie schießt wenig. Mit leichten und schweren Kal. werden
gelegentlich die B-Stellen beschossen, auch die eingesehenen Teile der
Anmarschwege bei stärkerem Verkehr. Gefährlicher jedoch als
Artilleriefeuer sind die russ. Scharfschützen. Beim Besetzen der B‑Stellen
wird häufig auf die Beobachter geschossen, so daß die Zugänge zu den
Unterständen mit Gräben verbunden werden müssen. In den Nächten ist wieder
starker russ. Flugzeugverkehr 18. und 19.5.
1942 Nichts Neues. 22 Schuss, Ersatz: 1 Uffz. 10 Mann 20.5.
Herr Oberst
Barth besichtigt Feuerstellungen und B‑Stellen. Die Tarnung der Geschütze, Unterstände und Munitionslöcher
wird für gut befunden. Sehr warm,
gelegentlich Gewitter 21.5. bis 23.5.
Ohne besondere Ereignisse. 5 Schuss Ersatz: 4 Uffz. 24.5. In der Chefbesprechung wird
die Verteilung des Geräts der 4. Battr. geregelt. Die Battrn. müssen in der rückwärtigen Stellung auch B‑Stellen vorbereiten.
Die Leitungen werden dementsprechend auch verlegt. 8 Schuss 25.5. Nichts Neues. 3 Schuss 26.5.
Die noch vorhandenen Muni‑Wagen werden gegen Fahrzeuge Hf.
4o umgetauscht. Die von der 5. und 6. Battr. empfangen
werden. Die 5. Battr. erhält 16 Wagen die 6. 15 Wagen.
Im Nachbarabschnitt links bei der 9. I.D. versucht der R. Angriffe in
Kompaniestärke, sie werden ohne
Schwierigkeiten abgeschlagen. 27. und 28.5. Keine besonderen Ereignisse. 10 Schuss 29.5.
Am Nachmittag werden die Unterführer der Battrn. durch Herrn Hptm.
Sachs besichtigt. Es wurde eine
schriftliche Arbeit gefordert. Gem. der Ausbildung der einzelnen über
artilleristische Fragen oder über nachrichtentechnische Aufgaben. 30.5.
Fortsetzung und Abschluß der Unterführerbesichtigung 31.5.
bis 1.6.
Keine besonderen Ereignisse. 2.6. Herr Hptm. Sachs verteilt die
Pferde der 4. Battr. auf die restl. Einheiten. Die Pferdepfleger werden gem.
ihrer Einteilung zu den Battrn. kommandiert. 3.6.
Keine besonderen Ereignisse. 4.6. Auf Anweisung des Rgts. sind
Stellungen für Wandergeschütze vorzubereiten, mit Deckungslöchern und
Munitionslöchern zu versehen und durch den A.V.T. zu vermessen.. 5.6.
Andauernde Gewitterregen verhindern das Beziehen der
Wandergeschützstellungen. In den
Feuerstellungen laufen die Geschützstände, Bunker und Munitionslöcher voll
Wasser 10 Schuss
Im Juni sehr häufige, starke Gewitter
Mit wolkenbruchartigen Regenfällen
Und starker Abkühlung. 6.6. Nichts Neues. 7.6. Die Abteilung bekommt Pferdeersatze 8.6. Nichts Neues. 9.6. Der Regimentsbefehl (Geh.
Kdos.) Nr. 180/42 bringt die Auflösung der 4. Battr. und die Umbenennung der 5. in 3. und der 6. in 4. Battr. Aus Kommandierten der
nunmehrigen 3. und 4. Battr. wird die Stellungsbattr. 13 gebildet. Ihr Chef
ist Oblt. Folttmann. Die diesbezüglichen Versetzungen wurden in der
Chefbesprechung festgelegt und in den Befehlen Geh. Nr. 169/42 und Abt.Bef.
Nr. 44/Ost bekanntgegeben. 10.6. Gem. den angeführten Befehlen
wird die Umbildung vollzogen. Die Stabsbattr. übernimmt Lt. v. Gösseln. 30 Schuss 11.6.
bis 17.6.
An der Front keine Kampfhandlungen. Der Russe hat in unserem Abschnitt
scheinbar keine Absichten, dagegen
wird das feindl. Hauptkampffeld, das wir in einer Tiefe bis zu 8 km
übersehen, Tag und Nacht ausgebaut. Nach Anlage der vorderen Stellungen wird
auch das rückwärtige Gelände mit immer neuen Kampfständen und Grabensystemen
versehen! Seit Anfang Juni als der Russe besonders eifrig seine
Schanzarbeiten betrieb, hat das Störungsfeuer, auch das ständige MG‑,
Granatwerfer‑ und IG‑Feuer russischerseits fast vollständig
aufgehört. Die Nächte sind sehr ruhig. Der .Russe will vermeiden daß unser
Vergeltungsfeuer seine Arbeiten stört. Kampfstände und Feldstellungen sichert
er durch Drahthindernisse, deren Weiterführung und Verstärkung man von Tag zu
Tag beobachten kann. Der Fahrzeugverkehr hinter der gegnerischen Front ist
außerordentlich stark. Es bieten jedoch weder die Schanzarbeiten, noch der
Panjewagenverkehr ein lohnendes Ziel für unsere Geschütze. Die Tätigkeit der
russ. Luftwaffe ist außerordentlich stark. Oft überfliegen bis zu 3o Bomber
unter starkem Jagdschutz die eigenen Linien und bombardieren die Verkehrswege
im Hinterland. 6 ‑8 russ. Jäger fliegen täglich mehrmals Aufklärung
über deutschem Gebiet. Am 13.6. beginnt bei
der Abteilung ein Ausbildungslehrgang für Unterführer unter Leitung von Lt.
v. Gösseln. 14.6. Lt. v. Gösseln wird m. W. vom 1.4. zum Oberlt. befördert 120 Schuss Gesundheitszustand:
gut 18.6.
Eine Rata greift im Tiefflug einen Panjewagen der Stbsbattr. an. Der
Fahrer wird durch einen Oberschenkelschuß verwundet, ein Pferd getötet. 5 Schuss 19.6.
Die Abteilung
erhält 80 Panjepferde zugeteilt. Beim Einsatz des
Arbeitsgeschützes wird die Stellung von einem schw. russ. Geschütz und ein
Mann durch Granatsplitter leicht verwundet. 41 Schuss 20.6.
Die 4. Battr. wird bei einer morgentlichen Fahrübung mit Mun‑Wagen
von 6 Ratas angegriffen und mit MG und Bordkanonen stark beschossen. Bei
diesem Angriff werden weder Fahrer noch Pferde verwundet. 25 Schuss 21.6. Keine besonderen
Kampfhandlungen. Ersatz: von
I./A.R.117 werden 17 Mannschaften versetzt. 22.6. Keine besonderen Kampfhandlungen. 24 Schuss 23.6. bis 6.7.
Diese Zeit fehlt in der Tagebuchabschrift. Die Tage sind aber
genauso verlaufen wie die davor. Erst mit dem 7.7., dem Beginn der Deutschen Sommeroffensive, beginnt das
Tagebuch wieder.
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