|
Horst
Kaisers Homepage |
||||
|
Auswahlmenü Kriegsende und amerikanische Gefangenschaft II./Artillerie Regiment 117
Kriegstagebuch Dezember 1941 bis Januar 1943 Chronik Mai 1943 bis zur
Vernichtung am 12. Mai 1944 ein Tagebuch von Brunhilde
Dallmann Familie Kaiser aus Prütznow und Labes Stammbaum der Familien Kaiser und Eitzen und
Treffen in der Lüneburger Heide
|
Artillerie-
Regiment 117
Kriegstagebuch
der II. Abteilung
Für
die Zeit vom 13.12.1941 bis 20.01.1943
Bearbeitet
von Horst Kaiser
Die eingefügten Landkarten können in größerer, besserer Qualität abgerufen werden unter http://picasaweb.google.de/hokaiser/AR117KartenUsw Teil 2: Der Marsch zum
Kaukasus 7. Juli 1942 bis
Mitte August 1942
7.7.1942 18.30 Befehl, dass II. /A 117 in der Nacht zum 8. 7.
Stellungswechsel macht (ohne 13./) unter Ablösung durch I./A.R.117 bis zum anderen
Mittag Nowo‑Almanskoje erreicht, um im Raum von Kaganowitscha den
geplanten Angriff der 370. I.D. zu unterstützen. Zum gleichen Zeitpunkt soll die l0./Battr. dort
eintreffen. Kdr. wird bis 8.7., 9.00 zum Gef.Std. I./A.R. 370 befohlen. Unter
Zurücklassung von kleinen Nachkommandos, die die I./Abt. einweisen sollen,
und da die Pferde der Abt. aus ihren Protzenstellungen in Nikitowka/Kalininsk
nicht zur Stelle sein konnten, wird unter zur Hilfenahme der Pferde der li.
Nachbarabt. (III./A.R.37o). zwischen 2o und 24 Uhr der Stellungswechsel
eingeleitet. Über Krassnyj‑Pachar‑Bhf. Roty‑Petrussowskij
treffen die Battr. gegen Mittag ein. Die 10./Battr. unter Ausfall einiger
Pferde.
Oberlt. Bartholomes hat in der Nacht die Protzenstellungen
benachrichtigt, die mit Pferden und leeren Fahrzeugen ebenfalls am 8.7.
mittags, zur Abt. stoßen sollten, um die Pferde der III./37o abzulösen.
Munition wurde nicht mitgeführt, da die Leerfahrzeuge in den Protzenstellungen
standen. Sie sollte in Kaganowitscha durch die dortige Div. zugeführt werden. Wetterlage: sehr
heiß Gesundheitszustand:
gut Ersatz: ./., Munitionsverbrauch: ./. 8.7. 9.oo Uhr, der Kdr. wird durch
den Abt. Kdr. I/370 im Gelände
eingewiesen und im Laufe des Nachmittags zum Rgt.‑Kdr.37o über den
geplanten Angriff am 9.7. unterrichtet, und erhält den Stellungsraum westl.
des Krankenhauses am Ostrand von Kaganowitscha angewiesen, um von dort aus
den Angriff zu unterstützen. Die
Abteilung wird auf Zusammenarbeit mit I./I.R.667 angewiesen. Die
10./Battr. wird der IV./A.R.370
unterstellt. Den vorausbefohlenen Vorkommandos weist der Kdr. im Laufe
der Abendstunden die Stellungen an. Die während der Nacht von den Battr. nach
anstrengendem Marsch bezogen werden. Munitionsverschuss:
110 9.7. Um 2.oo Uhr ist die Abt.
feuerbereit Es passiert eine Panne,
die Munition wurde nicht zugeführt und sollte auch bis zum Beginn des
Angriffs (6.00 Uhr) nicht herbeigebracht werden können. Der Angriff steigt
ohne Mitwirkung der Abt., die
lediglich beobachten kann und nur als
Meldezentrale in Tätigkeit tritt. Sie hat bereits am ersten Tage auf Grund
starken feindl. Feuer (Art.) die ersten Verluste. Der Angriff blieb nach
teilweisem Einbruch in die H.K.L. liegen. Erst gegen Abend trifft die lang
erwartete Munition ein. Der Fehlschlag des
Angriffs ist zum Teil darauf zurückzuführen, daß außer den B.St. der Abt. die
B.St. des A.R. 370 alle zu weit hinten lagen und nicht jede Battr.
einen V.B. entsandt hatte. Munitionsverbrauch:
117 Schuss lo.7. Die Abt. wird auf
Zusammenarbeit mit I.R. 667 angewiesen und verlegt den Gef.Stand und die B.St. 1 km ostw. Krankenhaus. Der
erneute Angriff der Div. am l0. kommt
wieder nicht voran, da die russ. Abwehr zu stark ist, ein Niederkämpfen
der russ.Art. und des Pz.Zuges nicht
gelingt. Die vielen russ. Gegenstöße scheitern an dem gut geleiteten
Abwehrfeuer der Abt., die aber durch die starken artl. Gegenwehr drei
Geschützausfälle hat, von denen eins liegen blieb und von den anderen beiden
ein brauchbares zusammengestellt wird. Am Abend erhält die Abt. den Befehl
wieder zum A.R.117 zurückzukehren und bis zum anderen Vormittag Nowo‑Grigorjewka zu
erreichen. Zwischen 20.30 und 24.oo Uhr kann der Stellungswechsel
durchgeführt .werden, jedoch kann die Abt. bis zum Tagesanbruch (bei Tage sollte nicht marschiert werden zur
Tarnung gegen Luftaufklärung) nur das Waldstück südwestl. Krassnyj‑Pachar
erreichen nach sehr anstrengendem Marsch. Wetter: trocken,
heiß Verschuss: ./.
Da die Abt. für einen zu erwarteten Angriffskrieg noch nicht
ausgerüstet war (es fehlten noch Teile der
Gefechtsbatterie aus den alten Protzenstellungen in
Nikitowka/Kalininsk, außerdem noch etwa 75 Pferde zur Bespannung des
Trosses), regelt der Kdr. noch am
gleichen Abend die Inmarschsetzung der Reste der Gefechtsbatterien von Kalininsk nach Nowo
Grigorjewka und veranlaßt die Aufstellunig
eines Nachkommandos in Kalininsk, das das in aller Eile zurückgeschaffte
überflüssige Gepäck der Einheiten wie befohlen an den Div‑Gepäcktroß
abliefern und unter Führung von Lt. Römhild nach Zuführung der fehlenden 75
Pferde des Troßes der Abt. nachkommen sollte. - Eine schwierige Aufgabe die aber dank der
Zusammenarbeit der Hauptw. glänzend gelingt! (Entfernung Kalininsk‑Nowo‑Grigorjewka
30 km!!! Keine Drahtverbindung sondern nur Meldereiter). Wetter:
heiß, trocken
Verschuss: 241 12.7.
Um 8.oo steht die Abteilung gefechtsbereit in Nowo‑Grigorjewka. In den frühen Morgenstunden hatte sich der Feind schnell
abgesetzt, so daß die Division zur Verfolgung über Tschernochino‑Goroditsche‑Utkino
antrat. Die Abt. erhält Befehl, um
9.oo Uhr antretend hinter I.R.7o auf der Vormarschstraße im Gros zu folgen.
Ziemlich schwieriger und langsamer Marsch auf den verstopften Wegen nach
Tschernochino. Bei Utkino tritt der erste stärkere Feindwiderstand auf. Zur
Sicherung für die Nacht und den beabsichtigten Angriff am anderen Tag wird
die II/Abt. mit I.R.7o hinter Goroditsche nach Adrianopel abgedreht. Die Abt.
trifft dort in den späten Abendstunden erst ein und geht dort am Ostrand zur
Sicherung der Unterkunft des I.R.70 in Stellung, mit Protzen in Adrianopel. Wetter: klar, heiß Verschuss: 74
Um 4.50 Uhr wird der Abt.
eine itl. 7,5‑Battr.(mot) zugeführt, die bereits in Utkino in Stellung
steht. Der Adjutant, Oberlt. Bartholomes, tritt als Dolmetscher auf und
übermittelt auf Französisch die Befehle an diese Batterie. Mit Hilfe des
gutliegenden Feuers der Abt. gelingt der Angriff auf Woskressenowka und der
Durchstoß auf die Höhen ostw. davon bis Fedrorowka Süd. Um 11.oo Uhr macht
die Abt. Stellungswechsel in die Gegend westlich Fjederowka, um die weiteren
Angriffe des I.R.7o auf die Höhen westl. Sterowka zu unterstützen. Bis zum
Einbruch der Dunkelheit wird mit Stoßtrupps der Westhang dieser Höhe
erreicht. Da die Abt. zur Fortsetzung des Angriffs auf Sterowka wegen der
Feindeinsicht von den großen Höhen ostw. dieses Ortes nur bei Nacht
Stellungswechsel machen kann, die Lage aber weiter südl. und nördl. noch
völlig ungeklärt ist, wird noch in der Nacht ein Btl. I.R.7o über Fjedorowka
Nord und Nikitowka auf Starowka angesetzt, den einzig möglichen Weg für den
Stellungswechsel der Abtlg. Zwei V.B. werden mitgegeben, um der Abtlg. die
Möglichkeit des Stellungswechsels zu übermitteln. 14.7.1942
Über den Erfolg des über Nikitowka vorgehenden Btl. trifft bei der
Abt. bis 2.00 Uhr keine Meldung ein. Auf Grund des Gefechtslärms ist
anzunehmen, daß das Ziel nicht oder nur teilweise erreicht ist, so daß ein
Stellungswechsel für die Abt. nicht in Frage kommt. Trotzdem, vor allem in
der Einsicht daß für den weiteren Angriff ein Stellungswechsel der Abt. von
entscheidender Bedeutung ist, befiehlt der Kdr. aus eigenem Entschluß den
Stellungswechsel der Abteilung Über Nikitowka nach Gegend west. Sterowka. Die
ital..Batterie wird entlassen und durch eine andere ersetzt, die bei Utkino
in Stellung steht. Diese neue Batterie wird von Oberlt. v.Gösseln in Gegend
Fjedorowka noch am Abend in Stellung gebracht. Der mit dem Vorkommando
vorausfahrende Kdr. stellt fest, daß hart ostw. Nikitowka noch gekämpft wird
und die Höhe westl. Sterowka noch gar nicht genommen ist. Außerdem war in der
linken Flanke die Höhe nordostw. Nikitowka vom Feind besetzt Trotzdem
entschließt sich der Kdr die Batterie im Bachgrund bei Nikitowka in Stellung
zu bringen, um von hier aus den Angriff auf die Höhen westl.
Sterowka, vor allem Ziegelei wirksam zu
unterstützen. Im Trabe läßt er die Batterie einfahren, kann aber nicht
verhindern, daß der Feind in der linken Flanke die in Stellung fahrende
Batterie im Morgengrauen bemerkt und mit Granatwerferfeuer belegt. Die ersten
Pferde‑ und Menschenverluste treten ein. Die Batterien bleiben in
Stellung und unter ihrer Mitwirkung gelingt in den Vormittagsstunden, nachdem
die Bedrohung aus der li.Flanke ausgeschaltet ist, der Angriff auf die
Ziegelei und Sterowka selbst. Der geschlagene Feind weicht bis nach Mal.‑Nikolajewka
zurück. In der Zwischenzeit hat der Oberlt. v.Gösseln den Auftrag, die it
Battr. zum Stellungswechsel von Fjederowka nach Nikitowka zu veranlassen. Die
Battr. ist erst feuerbereit, nachdem bereits der Angriff gelungen war.
Gleichzeitig erhält die Battr. über A.R.117
den Befehl, zu ihrer Abt. zurückzutreten. Wetter: heiß, klar Verschuss: 173 16.7.42
Die Div. geht in den erreichten Stellungen zur Ab. über.
Das I.R.7o hat mit auf Zusammenarbeit angewiesener
II./Abt. den Auftrag, die Einbruchstelle in die HKL der Obschanka-Stellung
mit allen Mitteln zu halten. Die B.‑Stellen der Battn. liegen in
vorderster Linie und im Verlauf des ganzen Tages unter schwerem Inf. und
Granatwerferfeuer Aber nur dadurch ist es möglich, nahe Feindangriffe in den
frühen Morgenstunden und am Abend zu zerschlagen und den Feind in die
Ausgangsstellung zurückzuwerfen. Durch die überaus starken Feindeinwirkungen
leisten insbesondere die Fernsprecher der Battrn. und des Nachr. Zuges
Hervorragendes im ständigen Ausbessern der Leitungen. Funk bewährt sich zur
Feuerübermittlung. Stuka‑ und Kampffliegerverbände greifen die fdl.
Bereitstellungen an und schaffen eine fühlbare Entlastung. An dem Abwehrerfolg der
I.R.70 hat die Abt. durch den tapferen Einsatz der B.‑Stellen‑Organe
hervorragenden Anteil. Der Regt.‑Kdr. des I.R.70 spricht der Abt. seine
besondere Anerkennung aus. Während der Nacht bombardieren fdl. Flieger
ununterbrochen den Ort Malaja Nikolajewka. Die 3./Battr. hat trotz gut
zergliederter Protzenstellung erhebliche Pferdeverluste. klar,
wolkenlos
8./Werfer-Battr wird wieder Gesundheitszustand:
sehr gut I./117 unterstellt. 355 Schuss.
17.7.
Eigene Gefechtsaufklärung ergibt, daß sich der Feind zurückgezogen
hat. Es werden daraufhin von der Division zwei Verfolgungstruppen gebildet.
Das I.R.70 wird nach den schweren Kampftagen Div.‑Res. Die Abt. erhält
vom Div.Kdr. den selbständigen Auftrag, die rechte Flanke der Div. zwischen
Novo‑Bugalowka und Kuglik zu schützen. Zur Ausführung dieses Auftrages
werden F.St. 500 m südl. Nowo‑Bulachowka und B.‑St.1 km stüdostw.
davon bezogen. Da die III./ und IV./A.R.117, die der Verfolgungsgruppe
unterstehen, durch schlechte Wegeverhältnisse und andere Umstände, das
weitere Vorgehen des Klar, abends einsetzender Regen 250 Schuss 18.7.
Die überaus schlechte Wetterlage und das Zurückziehen des rechten
Nachbarn (I.E.K.) auf seine Ausgangsstellungen zwingt die Div. in erreichten
Stellungen zur Abwehr überzugehen. Die Abt. verbleibt in den alten Stellungen
und übernimmt den Feuerschutz vor der eig. Linie Der Tag verläuft, da sich
der Russe weiter absetzt, ruhig. Schlecht,
Regen 15 Schuss
19.7. Da sich der Feind in der
Zwischenzeit weit abgesetzt hat, bildet die Div. die Verfolgungsgruppe des
I.R.5o und die Marschgruppen des I.R.70 und I.R.117. Die Abt. wird als
vorderste Einheit des Art.‑Regt. hinter dem Vorhutbtl. des I.R.5o
eingegliedert. Sie erreicht, von Orechowo antretend, in den Abendstunden das
Waldstück südostw. Rebrikowo. Dort kurze Rast. In den Morgenstunden
Weitermarsch bis Rowenki. Gut Verschuss: ./. 2o.7. Die Verfolgung wird rücksichtslos fortgesetzt.
Feindberührung wird nicht 4.00
bis 8.00h erreicht. Nach vierstdg. Rast marschiert die
Abt. in glühender Sonnenhitze nach Majewka Rowenki
und Majewka
weiter. Gut Der
bei der Abt. eingeführte Fünferzug
Verschuss: ./.
für die Mun.-Wg. (Hf40) hat sich
besonders bewährt. Gesundheitszustand:
Mannschaft: gut
Pferde: gut 21.7. Das I.R‑5o setzt die
Verfolgung in allgemeiner südsüd‑ostw. Richtung in zwei Prochorowka Kol. fort. Die Abt. ist der Marschkol. "West" (I./I.R.50) zugeteilt.
Marsch bis 11.00‑15.00 Prochorowka, 4 Std. Rast, dann
Weitermarsch bis Polowka
22.7.
Im erreichten Quartier Ruhetag, der
Pferden und Gerät sehr zu
Gute kommt. 23.7.
Ruhetag im selber Quartier. Am Abend spricht der Kdr. der
versammelten Abt. die Anerkennung der
Kdr. des I.R.50 und I.R.7o und des Kdr. des Art.Reg. aus. wolkenlos, sehr heiß bis 25.7. Verschuss: ./. 24.7.
Die Abt. richtet eine Ortskommandatur ein. 25.7.
Ruhetag im
selben Unterkunftsraum. Der von Lt. Römhild nachgeführte Troß trifft bei der
Abt. ein. Von der Div.werden der Abt. 45 Pferde zugewiesen und auf die Battr.
verteilt. Diese Pferdezuteilung ermöglicht die Beweglichmachung sämtl.
Fahrzeuge der Einheiten. Es fehlt aber
nach wie vor noch an den notwendigen Reitpferden. 26.7.1942
Die Abt. wird für die
kommenden Marschtage dem I.R.7o unterstellt. 27.7.
Ruhetag in Polowka zu Ende. Abmarsch am Nachmittag 16.00 h. Marschleistung: 45 km. Marsch über Sambek. 7.00 Uhr Ankunft, im Raum Nowo‑Schaschtinsk. 28.7.
Mittags zieht die Abt. in eine Unterkunft 3 km weiter. (Nowo‑Pawlowskij). 29.7.
30.7.
In den
Abendstunden Abmarsch nach
Tabunschtschik (nördl. Schachty).
Ankunft 7.00 Uhr.
31.7.
Ruhetag im gleichen Ort. Kdr.
erkrankt an Papatacia. Um 18.00 Uhr
Weitermarsch nach Kartschik. Oberlt. Kühne 10. führt die Abt. Ankunft:
7 Uhr Marschleistung 30 km. 1.8.
Abmarsch nach Tschumakowskij. Ankunft: 13.00 Uhr am 2.8.
2.8. 21.00 Abmarsch. Gegen 22.oo Uhr überschreitet die Abt. den Donez auf einer Ponton‑Brücke bei Bronitzkij.
Marschleistung: 24 km.
3.8.
3.00 Uhr Ankunft in Konstantinowskaja. Die Stadt ist
geraten. Die ersten
feindl. Bomben fielen mal wieder. Marschleistung 3o km.
4.8.
2.oo Uhr Abmarsch nach
Bogojawlenskaja. Marschleistung: 23 km.
|
|||
|
|
5.8.
Weitermarsch gegen 1.00 Uhr. Don‑Übergang um 6.00 Uhr bei Nikolajewskaja. Um 12.oo Uhr Ankunft
in Piroshok. Kdr. kehrt zur Abt.
zurück. Marschleistung 25 km. Um 22.00 Uhr Abmarsch nach Mal-Orlowka. 6.8.
Es beginnt der
Marsch durch die Steppe bei großer Hitze, die den Pferden auch
bei Tagesruhen keine
Ankunft 5.00 Uhr. Gute Tränkgelegenheit Pferde werden im Sal zur Schwemme geführt. Marschleistung: 3o km. 7.8. 0.00 Abmarsch nach Ssuchoy.
Ankunft: 7.oo Uhr Marschleistung: 18 km.
In Ssuchoy wird mit 3 Mäh‑Dreschern Hafer vom
Halm gedroschen. 19.oo Uhr
Abmarsch nach Budjennowskaja.
Abmarsch nach Protorskaja 19.45 Uhr. 9.8.
Ankunft gegen 4.00 Uhr in Proletorskaja. Marschleistung: 28
km.
19.oo Uhr Weitermarsch mit. viel Stockung. Überschreitung des Mannytsch‑Kanal. 10.8. Nach einem Marsch von 54 km
bei großer Hitze gegen 14.oo Uhr Ankunft
in Nowo‑Igorlik. In der Nacht
reißt die Abt. auseinander. Ein Teil
verfährt sich, findet über Ssalsk aber den kürzesten und besten Marschweg und
erreicht zwei Stunden früher als die
Ernennung Hptm. Sachs zum
Kommandeur der Abteilung. 11./12.8. Ruhetag am selben Ort. 13.8.
1,15 Uhr Abmarsch nach Ssandata. Ankunft 5 Uhr. Marschleistung k8 km
19 Uhr Abmarsch nach
Baschanta.
14.8.
4 Uhr Ankunft.
Unterbringung in einem Akazienwald. Die in dieser Gegend
angebauten Wassermelonen sind sehr begehrt um den Durst zu stillen. 17,45 Abmarsch nach Tachta. Marschleistung: Ssandata
– Baschanta 26 km. 15.8.
3.00 Uhr Ankunft in Tachta. 18,55 Uhr Abmarsch nach Kewsala 16.8.
8,00 Uhr
Ankunft in Kewsala. Zusammenstellung eines mot. Gesch. Zuges, bestehend aus 2
le.F.H.16, auf 2 LKW. Verladen, und je Geschütz 1 Mun.-LKW. Führer des Zuges: Oberlt. Bartholomes. Der
Zug wird der Vorausabteilung „Goll“ unterstellt. Marschleistung:
52 km
17.8. 2,00 Uhr
Abmarsch nach Ipatowo, dort 6,00 Uhr Ankunft.
Der mot. Zug tritt zur Vorausabteilung „Goll“. Lt. Reinecke geht ins
Lazarett. Lt.Lucke stellvertr. Adjt. Marschleistung
20 km
18.8.
Weitermarsch am
Vorabend, 19.15 Uhr nach Nikolina‑Balka.
Ankunft: 7.oo Uhr. Die Einheiten erhalten erstmals
größere Mengen von Obst und Weintrauben. Marschleistung: 42 km. Wetterlage: während
der ganzen Zeit heiß, trocken, windig,
nachts kühl
Gesundheitszustand:
Im allgemeinen gut, teilweise
Darmerkrankungen Ersatz: ./.
Munitionsverschuß: ./.
Übersicht über den
Einsatz ab Debalcewo bis Ipatewo
8.9.
Diese Zeit fehlt im Tagebuch. Die Einheit setzte ihren Verfolgungsmarsch fort über Budennowsk bei
gleich bleibend heißem Wetter und ohne Feindberührung bis sie Ende August
Mosdok am Terek erreichte. Dort leistete der Russe erstmals wieder
erheblichen Widerstand. Einer nicht zu unserer Division gehörenden Einheit,
m.E. einer Panzer-Grenadier-Einheit, gelang es, den Terek-Übergang zu
erkämpfen und am südlichen Ufer einen Brückenkopf zu bilden. Es wurde eine
Ponton-Brücke gebaut, über die dann auch wir den Fluss überschreiten konnten.
Das Bild muss laut Tagebuch am 19. Juli 1942 entstanden sein Leider lässt |
|||