Horst Kaisers Homepage

Auswahlmenü

 

Startseite

 

Einleitung

 

Kriegsende und amerikanische Gefangenschaft

 

Russlandfeldzug

II./Artillerie Regiment 117 Kriegstagebuch   

Dezember 1941 bis Januar 1943

 

III./Artillerie Regiment 117

Chronik Mai 1943 bis zur Vernichtung am 12. Mai 1944

 

Prütznow

unter Polen und Russen

von März 1945 bis Mai 1946,

ein Tagebuch von Brunhilde Dallmann

 

Familie Kaiser aus Prütznow und Labes

 

Stammbaum der Familien Kaiser und Eitzen

 

Mein Schulbesuch in Labes

 

Prütznow  - Labes

Orts-Seiten

 

Schwessin

Kreis Köslin/Pommern

Flucht / Treck 1945

und Treffen in der Lüneburger Heide

 

Links

 

Impressum/Kontakt

 

 

 

Artillerie- Regiment 117

Kriegstagebuch der II. Abteilung

Für die Zeit vom 13.12.1941 bis 20.01.1943

Bearbeitet von Horst Kaiser

 

 

 

 

Die eingefügten Landkarten können in größerer, besserer Qualität abgerufen werden unter http://picasaweb.google.de/hokaiser/AR117KartenUsw

 

 

Teil 2:      Der Marsch zum Kaukasus          7. Juli 1942 bis Mitte August 1942

 

 

 

 

Tag

Uhrzeit

Unterkunft

Darstellung der Ereignisse

Wetterlage, Gesundheits-     Zu- und Abgang            Erfahrungen           Bemerkungen

Zustand, Ersatz                   unterstellter Truppen

Munitionsverbrauch

 

7.7.1942        18.30  Befehl, dass  II. /A 117 in der Nacht zum 8. 7. Stellungswechsel macht (ohne   13./) unter Ablösung durch I./A.R.117 bis zum anderen Mittag Nowo‑Almanskoje erreicht, um im Raum von Kaganowitscha den geplanten Angriff der 370. I.D. zu unterstützen. Zum gleichen Zeitpunkt soll die l0./Battr. dort eintreffen. Kdr. wird bis 8.7., 9.00 zum Gef.Std. I./A.R. 370 befohlen. Unter Zurücklassung von kleinen Nachkommandos, die die I./Abt. einweisen sollen, und da die Pferde der Abt. aus ihren Protzenstellungen in Nikitowka/Kalininsk nicht zur Stelle sein konnten, wird unter zur Hilfenahme der Pferde der li. Nachbarabt. (III./A.R.37o). zwischen 2o und 24 Uhr der Stellungswechsel eingeleitet. Über Krassnyj‑Pachar‑Bhf. Roty‑Petrussowskij treffen die Battr. gegen Mittag ein. Die 10./Battr. unter Ausfall einiger Pferde.

                        Oberlt. Bartholomes hat in der Nacht die Protzenstellungen benachrichtigt, die mit Pferden und leeren Fahrzeugen ebenfalls am 8.7. mittags, zur Abt. stoßen sollten, um die Pfer­de der III./37o abzulösen. Munition wurde nicht mitgeführt, da die Leerfahrzeuge in den Protzenstellungen standen. Sie sollte in Kaganowitscha durch die dortige Div. zugeführt werden.

                         Wetterlage: sehr heiß

                         Gesundheitszustand: gut

                         Ersatz: ./.,   Munitionsverbrauch: ./.

 

 8.7.                 9.oo Uhr, der Kdr. wird durch den Abt. Kdr.  I/370 im Gelände eingewiesen und im Laufe des Nachmittags zum Rgt.‑Kdr.37o über den geplanten Angriff am 9.7. unterrichtet, und erhält den Stellungsraum westl. des Krankenhauses am Ostrand von Kaganowitscha angewiesen, um von dort aus den Angriff zu unterstützen. Die   Abteilung wird auf Zusammenarbeit mit I./I.R.667 angewiesen. Die 10./Battr. wird der IV./A.R.370  unterstellt. Den vorausbefohlenen Vorkommandos weist der Kdr. im Laufe der Abendstunden die Stellungen an. Die während der Nacht von den Battr. nach anstrengendem Marsch bezogen werden.

                         Munitionsverschuss: 110

 

 9.7.               Um 2.oo Uhr ist die Abt. feuerbereit  Es passiert eine Panne, die Munition wurde nicht zugeführt und sollte auch bis zum Beginn des Angriffs (6.00 Uhr) nicht herbeige­bracht werden können. Der Angriff steigt ohne Mitwirkung  der Abt., die lediglich beobachten  kann und nur als Meldezentrale in Tätigkeit tritt. Sie hat bereits am ersten Tage auf Grund starken feindl. Feuer (Art.) die ersten Verluste. Der Angriff blieb nach teilweisem Einbruch in die H.K.L. liegen. Erst gegen Abend trifft die lang erwartete Munition ein.  

                      Der Fehlschlag des Angriffs ist zum Teil darauf zurückzuführen, daß außer den B.St. der Abt. die B.St. des A.R. 370 alle zu weit hinten lagen und nicht jede Battr. einen V.B. entsandt hatte.

                       Munitionsverbrauch: 117 Schuss 

 

lo.7.               Die Abt. wird auf Zusammenarbeit mit I.R. 667 angewiesen und verlegt den Gef.Stand  und die B.St. 1 km ostw. Krankenhaus. Der erneute Angriff der Div. am l0. kommt  wieder nicht voran, da die russ. Abwehr zu stark ist, ein Nieder­kämpfen der russ.Art.  und des Pz.Zuges nicht gelingt. Die vielen russ. Gegenstöße scheitern an dem gut geleiteten Abwehrfeuer der Abt., die aber durch die starken artl. Gegenwehr drei Geschützausfälle hat, von denen eins liegen blieb und von den anderen beiden ein brauchbares zusammengestellt wird.

                       Am Abend erhält die Abt. den Befehl wieder zum A.R.117 zurückzukehren und bis zum anderen Vormittag Nowo‑Grigor­jewka zu erreichen. Zwischen 20.30 und 24.oo Uhr kann der Stellungswechsel durchgeführt .werden, jedoch kann die Abt. bis zum Tagesanbruch (bei  Tage sollte nicht marschiert werden zur Tarnung gegen Luftaufklärung) nur das Waldstück südwestl. Krassnyj‑Pachar erreichen nach sehr anstrengendem Marsch.

                      Wetter: trocken, heiß

                       Verschuss: ./.

                                                                                                                                    

Textfeld:  11.7.               Der inzwischen mit dem Krad nach Nowo‑Grigorjewka vorausgeeilte Kdr. erhält vom Rgt.‑Kdr. den Befehl, zur Unter­stützung des am 12.7.42 geplanten Angriffs auf Tschernuchino bis zum Abend in der Gegend Okijabriskij in Stellung zu   gehen. Da dieser Auftrag rein zeitlich und nur über durch Überanstrengung der Pferde durchzuführen ist, wird er für die Abt. dahingehend abgeändert, in der Nacht zum 12.7. Nowo‑Grigorjewka zu erreichen. Die Batterien werden von Krasanij Pachar aus um 19.oo Uhr in Marsch gesetzt und treffen in Nowo‑Grigorjewka zwischen 1.oo und 3 Uhr am 12. ein.

Textfeld: Debalcevo – Goroditsche (Horodysce) – Adrianopel (Adryanopol) - Utkino                                                                                                                                                   

 

                  Da die Abt. für einen zu erwarteten Angriffskrieg noch nicht ausgerüstet war (es fehlten noch Teile der  Gefechtsbatterie aus den alten Protzenstellungen in Nikitowka/Kalininsk, außerdem noch etwa 75 Pferde zur Bespannung des Trosses), regelt der Kdr. noch am gleichen Abend die Inmarschsetzung der Reste der Gefechtsbatterien  von Kalininsk nach Nowo Gri­gorjewka und veranlaßt die Aufstellunig eines Nachkommandos in Kalininsk, das das in aller Eile zurückgeschaffte überflüssige Gepäck der Einheiten wie befohlen an den Div‑Gepäcktroß abliefern und unter Führung von Lt. Römhild nach Zu­führung der fehlenden 75 Pferde des Troßes der Abt. nachkommen sollte. -  Eine schwierige Aufgabe die aber dank der Zusammenarbeit der Hauptw. glänzend gelingt! (Entfernung Kalininsk‑Nowo‑Grigorjewka 30 km!!! Keine Drahtverbindung sondern nur Meldereiter).

                       Wetter: heiß, trocken

                      Verschuss: 241

      

 

12.7.               Um 8.oo steht die Abteilung gefechtsbereit in Nowo‑Grigorjewka.  In den frühen  Morgenstunden hatte sich der Feind schnell abgesetzt, so daß die Division zur Verfolgung über Tschernochino‑Goroditsche‑Utkino antrat. Die Abt. erhält Befehl, um 9.oo Uhr antretend hinter I.R.7o auf der Vormarschstraße im Gros zu folgen. Ziemlich schwieriger und langsamer Marsch auf den verstopften Wegen nach Tschernochino. Bei Utkino tritt der erste stärkere Feindwiderstand auf. Zur Sicherung für die Nacht und den beabsichtigten Angriff am anderen Tag wird die II/Abt. mit I.R.7o hinter Goroditsche nach Adrianopel abgedreht. Die Abt. trifft dort in den späten Abendstunden erst ein und geht dort am Ostrand zur Sicherung der Unterkunft des I.R.70 in Stellung, mit Protzen in Adrianopel.

                        Wetter: klar, heiß

                        Verschuss: 74        

 

Textfeld:  
Utkino –Fjedorowka (Fedorivka) – Nikitowka (Nykytivka) – Sterowka (Sterivka) – Nowo-Bulachowka (Novobulachivka) - Orechowo



13.7.             Um 5.oo ist Angriff aus den in den des vergangenen Tages genommenen  Utkino auf Woskresenowka angesetzt Die Abt. wird vom Kdr. um 3.00 Uhr hart westl. Utkino in Stellung gebracht. Die B.‑Stellen am Westrand von Utkino sind um 4.45 Uhr feuerbereit.

                      Um 4.50 Uhr wird der Abt. eine itl. 7,5‑Battr.(mot) zugeführt, die bereits in Utkino in Stellung steht. Der Adjutant, Oberlt. Bartholomes, tritt als Dolmetscher auf und übermittelt auf Französisch die Befehle an diese Batterie. Mit Hilfe des gutliegenden Feuers der Abt. gelingt der Angriff auf Woskressenowka und der Durchstoß auf die Höhen ostw. davon bis Fedrorowka Süd. Um 11.oo Uhr macht die Abt. Stellungswechsel in die Gegend westlich Fjederowka, um die weiteren Angriffe des I.R.7o auf die Höhen westl. Sterowka zu unterstützen. Bis zum Einbruch der Dunkelheit wird mit Stoßtrupps der Westhang dieser Höhe erreicht. Da die Abt. zur Fortsetzung des Angriffs auf Sterowka wegen der Feindeinsicht von den großen Höhen ostw. dieses Ortes nur bei Nacht Stellungswechsel machen kann, die Lage aber weiter südl. und nördl. noch völlig ungeklärt ist, wird noch in der Nacht ein Btl. I.R.7o über Fjedorowka Nord und Nikitowka auf Starowka angesetzt, den einzig möglichen Weg für den Stellungswechsel der Abtlg. Zwei V.B. werden mitgegeben, um der Abtlg. die Möglichkeit des Stellungswechsels zu übermitteln.

 

 

14.7.1942    Über den Erfolg des über Nikitowka vorgehenden Btl. trifft bei der Abt. bis 2.00 Uhr keine Meldung ein. Auf Grund des Gefechtslärms ist anzunehmen, daß das Ziel nicht oder nur teilweise erreicht ist, so daß ein Stellungswechsel für die Abt. nicht in Frage kommt. Trotzdem, vor allem in der Einsicht daß für den weiteren Angriff ein Stellungswechsel der Abt. von entscheidender Bedeutung ist, befiehlt der Kdr. aus eigenem Entschluß den Stellungswechsel der Abteilung Über Nikitowka nach Gegend west. Sterowka. Die ital..Batterie wird entlassen und durch eine andere ersetzt, die bei Utkino in Stellung steht. Diese neue Batterie wird von Oberlt. v.Gösseln in Gegend Fjedorowka noch am Abend in Stellung gebracht. Der mit dem Vorkommando vorausfahrende Kdr. stellt fest, daß hart ostw. Nikitowka noch gekämpft wird und die Höhe westl. Sterowka noch gar nicht genommen ist. Außerdem war in der linken Flanke die Höhe nordostw. Nikitowka vom Feind besetzt Trotzdem entschließt sich der Kdr die Batterie im Bachgrund bei Nikitowka in Stellung zu bringen, um von  hier aus den Angriff auf die Höhen westl. Sterowka, vor allem Ziegelei wirksam zu unterstützen. Im Trabe läßt er die Batterie einfahren, kann aber nicht verhindern, daß der Feind in der linken Flanke die in Stellung fahrende Batterie im Morgengrauen bemerkt und mit Granatwerferfeuer belegt. Die ersten Pferde‑ und Menschenverluste treten ein. Die Batterien bleiben in Stellung und unter ihrer Mitwirkung gelingt in den Vormittagsstunden, nachdem die Bedrohung aus der li.Flanke ausgeschaltet ist, der Angriff auf die Ziegelei und Sterowka selbst. Der geschlagene Feind weicht bis nach Mal.‑Nikolajewka zurück. In der Zwischenzeit hat der Oberlt. v.Gösseln den Auftrag, die it Battr. zum Stellungswechsel von Fjederowka nach Nikitowka zu veranlassen. Die Battr. ist erst feuerbereit, nachdem bereits der Angriff gelungen war. Gleichzeitig erhält die Battr. über A.R.117 den Befehl, zu ihrer Abt. zurückzutreten.

                      Wetter: heiß, klar

                      Verschuss: 173

 

16.7.42          Die Div. geht in den erreichten Stellungen zur Ab. über.

                                                                                  Das I.R.7o hat mit auf Zusammenarbeit angewiesener II./Abt. den Auftrag, die Einbruchstelle in die HKL der Obschanka-Stellung mit allen Mitteln zu halten. Die B.‑Stellen der Battn. liegen in vorderster Linie und im Verlauf des ganzen Tages unter schwerem Inf. und Granatwerferfeuer Aber nur dadurch ist es möglich, nahe Feindangriffe in den frühen Morgenstunden und am Abend zu zerschlagen und den Feind in die Ausgangsstellung zurückzuwerfen. Durch die überaus starken Feindeinwirkungen leisten insbesondere die Fernsprecher der Battrn. und des Nachr. Zuges Hervorragendes im ständigen Ausbessern der Leitungen. Funk bewährt sich zur Feuerübermittlung. Stuka‑ und Kampffliegerverbände greifen die fdl. Bereitstellungen an und schaffen eine fühlbare Entlastung.

 

                      An dem Abwehrerfolg der I.R.70 hat die Abt. durch den tapferen Einsatz der B.‑Stellen‑Organe hervorragenden Anteil. Der Regt.‑Kdr. des I.R.70 spricht der Abt. seine besondere Anerkennung aus. Während der Nacht bombardieren fdl. Flieger ununterbrochen den Ort Malaja Nikolajewka. Die 3./Battr. hat trotz gut zergliederter Protzenstellung erhebliche Pferdeverluste.

                         klar, wolkenlos                                 8./Werfer-Battr wird wieder

                        Gesundheitszustand: sehr gut           I./117 unterstellt.

                        355 Schuss.

Textfeld:

17.7.               Eigene Gefechtsaufklärung ergibt, daß sich der Feind zurückgezogen hat. Es werden daraufhin von der Division zwei Verfolgungstruppen gebildet. Das I.R.70 wird nach den schweren Kampftagen Div.‑Res. Die Abt. erhält vom Div.Kdr. den selbständigen Auftrag, die rechte Flanke der Div. zwischen Novo‑Bugalowka und Kuglik zu schützen. Zur Ausführung dieses Auftrages werden F.St. 500 m südl. Nowo‑Bulachowka und B.‑St.1 km stüdostw. davon bezogen. Da die III./ und IV./A.R.117, die der Verfolgungsgruppe unterstehen, durch schlechte Wegeverhältnisse und andere Umstände, das weitere Vorgehen des Textfeld: Von Nowo-Bulachowka – Orechowo – nach PlowkaI.R. 5o auf Orechowo nicht unterstützen können, erhält die Abteilung wiederum den Auftrag, den Angriff der eig. Inf. zu unterstützen. Da Eile geboten, entschließt sich der Kdr., die Batterien in ihren Stellungen zu belassen und geht mit Abt. Gef. Std. und den B.‑St. beider Battrn. auf Höhe 310,9 vor. Hier vernichtet Oberltn. Raspe ‑Führer 4./Battr. ‑ in einem vorbildlichen Schießen ein fdl. s.M.G.‑Nest, das durch wohlgezieltes  Feuer die Bereitstellungen der Inf. zu stören versucht. Der Feind hat in der Zwischenzeit zwei mot.le.Battr. westl. Orechowo in Stellung gebracht und belegt mit diesen den vorderen Rand der Bereitstellungen mit starkem Art.‑Feuer. Da das Ausschalten dieser beiden Battrn. entscheidend für den weiteren Angriff des I.R.50 ist, faßt der Kdr. den Entschluß, mit einem eigenen schwachen Spähtrupp die für die Beobachtung wichtige feindbesetzte Höhe ostw. 310,9 zu gewinnen. Im Nahkampf bricht er mit dem Führer der 4./Battr., dessen B.‑Stellenbesatzung und den Gef‑Std‑Organen in die fdl. Linie ein. Von hier aus sind auf kürzeste Entfernung die beiden stark feuernden Battrn. zu erkennen, Trotz stärkster Feindeinwirkurg gelingt es, der Abteilung mit der in der Zwischenzeit ebenfalls vorverlegten 3.Battr. die beiden Feindbattr. aus­zuschalten. Der Angriff der eig.Inf. schreitet daraufhin schnell und fast ohne eigene Verluste fort. In den Abend­stunden bezieht die Abt., um den Feuerschutz in der neu ge­wonnenen Linie übernehmen zu können, F.‑St. 1 km südostw. Gruglik und B.St. auf Höhe 276. Der Rgt.-Kdr. spricht der Abt. im Art.‑Befehl und auch persönlich für den tapfe­ren Einsatz seine höchste Anerkennung aus.

  Klar, abends einsetzender Regen

  250 Schuss

 

18.7.              Die überaus schlechte Wetterlage und das Zurückziehen des rechten Nachbarn (I.E.K.) auf seine Ausgangsstellungen zwingt die Div. in erreichten Stellungen zur Abwehr über­zugehen. Die Abt. verbleibt in den alten Stellungen und übernimmt den Feuerschutz vor der eig. Linie Der Tag ver­läuft, da sich der Russe weiter absetzt, ruhig.

                        Schlecht, Regen

                        15 Schuss

 

19.7.                Da sich der Feind in der Zwischenzeit weit abgesetzt hat, bildet die Div. die Verfolgungsgruppe des I.R.5o und die Marschgruppen des I.R.70 und I.R.117. Die Abt. wird als vorderste Einheit des Art.‑Regt. hinter dem Vorhutbtl. des I.R.5o eingegliedert. Sie erreicht, von Orechowo antretend, in den Abendstunden das Waldstück südostw. Rebrikowo. Dort kurze Rast. In den Morgenstunden Weitermarsch bis Rowenki.

                          Gut

                         Verschuss: ./.

                     

                     

 

2o.7.              Die Verfolgung  wird rücksichtslos fortgesetzt. Feindberührung wird nicht 

 4.00 bis 8.00h     erreicht. Nach vierstdg. Rast marschiert die Abt. in glühender Sonnenhitze nach  

Majewka          Rowenki   und  Majewka  weiter.    

                      Gut                                                              Der bei der Abt. eingeführte Fünferzug

                                        Verschuss: ./.                                               für die Mun.-Wg. (Hf40) hat sich  besonders bewährt.

                              Gesundheitszustand: Mannschaft: gut             

                                         Pferde:          gut

                    

 

21.7.              Das I.R‑5o setzt die Verfolgung in allgemeiner südsüd‑ostw. Richtung in zwei 

Prochorowka   Kol. fort. Die Abt. ist der Marschkol. "West" (I./I.R.50) zugeteilt. Marsch bis

11.00‑15.00    Prochorowka,

­                      4 Std. Rast, dann Weitermarsch bis Polowka

                                                      

22.7.              Im erreichten Quartier Ruhetag, der  Pferden und    Gerät sehr zu Gute kommt.

 

                      

                                          

23.7.                            Ruhetag im selber Quartier. Am Abend spricht der Kdr. der versammelten Abt. die   Anerkennung der Kdr. des I.R.50 und I.R.7o und des Kdr. des Art.Reg. aus.

wolkenlos, sehr heiß

bis 25.7. Verschuss: ./.

 

24.7.                             Die Abt. richtet eine Ortskommandatur ein.

 

25.7.                               Ruhetag im selben Unterkunftsraum. Der von Lt. Römhild nachgeführte Troß trifft bei der Abt. ein. Von der Div.werden der Abt. 45 Pferde zugewiesen und auf die Battr. verteilt. Diese Pferdezuteilung ermöglicht die Beweglichmachung sämtl. Fahrzeuge  der Einheiten. Es fehlt aber nach wie vor noch an den notwendigen Reitpferden.

 

26.7.1942          Ruhetag. Die Abt. erhält als Anerkennung für die vergangenen Kämpfe ein E.K.I. und 7 E.K.   II. Kl. zugewiesen. Der Kdr. überreicht in feierlicher Form die Auszeichnungen an  die Beliehenen.

                       Die Abt. wird für die kommenden Marschtage dem I.R.7o unterstellt.

 

27.7.                             Ruhetag in Polowka zu Ende. Abmarsch am Nachmittag 16.00 h.

                   Marschleistung: 45 km. Marsch über Sambek. 7.00               Uhr Ankunft, im Raum Nowo‑Schaschtinsk.

 

28.7.              Mittags zieht die Abt. in eine Unterkunft 3 km      weiter. (Nowo‑Pawlowskij).

 

29.7.                             

30.7.                               In den Abendstunden Abmarsch nach  Tabunschtschik (nördl. Schachty).  Ankunft 7.00            Uhr.

                        Marschleistung: 34 km.

                                                                                         

 

 

31.7.                            Ruhetag im gleichen Ort.   Kdr. erkrankt an

                       Papatacia.

                       Um 18.00 Uhr Weitermarsch nach Kartschik.

                       Oberlt.  Kühne 10. führt die Abt.     Ankunft:  7 Uhr

                       Marschleistung  30 km.

 

 

 

 

1.8.               Abmarsch nach Tschumakowskij. Ankunft: 13.00 Uhr am 2.8.

                     Marschleistung 32 km.

 

     2.8.               21.00 Abmarsch.   Gegen 22.oo Uhr überschreitet die Abt. den Donez auf einer  Ponton‑Brücke bei Bronitzkij.

                     Marschleistung: 24 km.

 

 

 

 

            

 

 

 

 

  

3.8.                            3.00 Uhr Ankunft in Konstantinowskaja. Die Stadt ist        

                    arg zerstört. Ein großes Weizenlager war in Brand

                    geraten. Die ersten feindl. Bomben fielen mal wieder.

                    Marschleistung 3o km.

 

 

                                                            

4.8.              2.oo Uhr Abmarsch nach  Bogojawlenskaja.

                     Marschleistung: 23 km.

 

 

    

 

 

 

 

 

5.8.               Weitermarsch gegen 1.00 Uhr. Don‑Übergang um 6.00 Uhr  bei Nikolajewskaja. Um 12.oo Uhr  Ankunft in Piroshok.  Kdr. kehrt zur Abt. zurück.

                     Marschleistung 25 km.

                      Um 22.00 Uhr Abmarsch nach Mal-Orlowka.                

 

 

 

 

 

 

 

 

 

6.8.                                Es beginnt der Marsch durch die Steppe bei großer

                 Hitze, die den Pferden auch bei Tagesruhen keine

                 Erholung gibt. Da kaum Bäume vorhanden sind, ist                die Truppe bestrebt, in Kolchosen Rast zu machen. Kurz vor Erreichen des Rastraumes wird der Sal überschritten.

Ankunft 5.00 Uhr. Gute Tränkgelegenheit  Pferde        werden im Sal zur Schwemme geführt.

                     Marschleistung: 3o km.

 

 

 

 

 

7.8.                0.00 Abmarsch nach Ssuchoy. Ankunft: 7.oo  Uhr

                      Marschleistung: 18 km.

                  In Ssuchoy wird mit 3 Mäh‑Dreschern  Hafer vom

                  Halm gedroschen. 19.oo Uhr  Abmarsch nach Budjennowskaja.

8.8.                Ankunft 1.oo Uhr. An Ruhe ist nicht zu denken, am ganzen Tage bläst ein heftiger Steppensturm voller Sandkörner. Die Hitze ist trotz des Sturmes fast unerträglich. Marschleistung: 25 km.

                      Abmarsch nach Protorskaja 19.45 Uhr.

 

 

9.8.                      Ankunft gegen 4.00 Uhr in   Proletorskaja.

                       Marschleistung: 28 km.                                    

                 19.oo Uhr Weitermarsch mit. viel Stockung.  Überschreitung des  Mannytsch‑Kanal.

  10.8.               Nach einem Marsch von 54 km bei großer Hitze gegen

                       14.oo Uhr Ankunft in  Nowo‑Igorlik. In der Nacht reißt   die Abt. auseinander. Ein Teil verfährt sich, findet über Ssalsk aber den kürzesten und besten Marschweg und erreicht zwei Stunden früher als die Marschgruppe den Rastraum.                                         

                      Ernennung  Hptm. Sachs zum Kommandeur der   Abteilung.      

 11./12.8.        Ruhetag am selben Ort.

 

 

 

 

 

 

13.8.                1,15 Uhr Abmarsch nach Ssandata. Ankunft 5 Uhr.     Marschleistung   k8 km

                          19 Uhr Abmarsch nach Baschanta.                                                     

           

                                                                                                                                                                                                                                                                                 

14.8.                                4 Uhr Ankunft. Unterbringung in einem Akazienwald.          

                        Die in dieser Gegend angebauten  Wassermelonen sind

                        sehr begehrt um  den Durst zu stillen.

                  17,45 Abmarsch nach Tachta.

                          Marschleistung: Ssandata – Baschanta 26 km.  

 

 

 

 

 

 

 

 

15.8.               3.00 Uhr Ankunft in Tachta. 18,55 Uhr Abmarsch

                        nach Kewsala

 

 

 

 

16.8.                            8,00 Uhr Ankunft in Kewsala. Zusammenstellung eines mot. Gesch. Zuges, bestehend aus 2 le.F.H.16, auf 2 LKW. Verladen, und je Geschütz 1 Mun.-LKW.  Führer des Zuges: Oberlt. Bartholomes. Der Zug wird der Vorausabteilung „Goll“ unterstellt.

                      Marschleistung: 52 km

 

 

 

 

                                                          

 

 

 

 

 


17.8.              2,00 Uhr Abmarsch nach Ipatowo, dort 6,00 Uhr Ankunft.

                      Der mot. Zug tritt zur Vorausabteilung „Goll“. Lt. Reinecke geht ins Lazarett. Lt.Lucke   stellvertr. Adjt.

                      Marschleistung 20 km

              

18.8.                            Weitermarsch am Vorabend, 19.15 Uhr nach

                       Nikolina‑Balka. Ankunft: 7.oo Uhr. Die Einheiten

                       erhalten erstmals größere Mengen von Obst und

                       Weintrauben.

                       Marschleistung: 42 km.

                       Wetterlage: während der ganzen Zeit heiß,  trocken,

                       windig, nachts kühl                                                             

                       Gesundheitszustand: Im allgemeinen gut, teilweise

                       Darmerkrankungen

                       Ersatz: ./.                                                                                      

                       Munitionsverschuß: ./.

 

                      

                                    

                                     

Übersicht über den Einsatz ab Debalcewo bis Ipatewo

 

 

 

19.8.bis

8.9.                                 Diese Zeit fehlt im Tagebuch. Die Einheit setzte ihren Verfolgungsmarsch fort über Budennowsk bei gleich bleibend heißem Wetter und ohne Feindberührung bis sie Ende August Mosdok am Terek erreichte. Dort leistete der Russe erstmals wieder erheblichen Widerstand. Einer nicht zu unserer Division gehörenden Einheit, m.E. einer Panzer-Grenadier-Einheit, gelang es, den Terek-Übergang zu erkämpfen und am südlichen Ufer einen Brückenkopf zu bilden. Es wurde eine Ponton-Brücke gebaut, über die dann auch wir den Fluss überschreiten konnten.

 

 

                                                                                                                                      

                                 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                

Das Bild muss laut Tagebuch am  19. Juli 1942 entstanden sein

 

Fortsetzung Teil 3

 

 

Leider lässt  

 

Zurück zur Startseite                                                                                                 Zurück zum Anfang des Tagebuchs