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Horst
Kaisers Homepage |
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Auswahlmenü Kriegsende und amerikanische Gefangenschaft II./Artillerie Regiment 117
Kriegstagebuch Dezember 1941 bis Januar 1943 Chronik Mai 1943 bis zur
Vernichtung am 12. Mai 1944 ein
Tagebuch von Brunhilde Dallmann Familie Kaiser aus Prütznow und
Labes Stammbaum der Familien Kaiser
und Eitzen und Treffen in der
Lüneburger Heide
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Artillerie-
Regiment 117
Kriegstagebuch
der II. Abteilung
Für
die Zeit vom 13.12.1941 bis 20.01.1943
Bearbeitet
von Horst Kaiser
Die eingefügten Landkarten können in größerer, besserer Qualität abgerufen werden unter http://picasaweb.google.de/hokaiser/AR117KartenUsw Teil 3: Zwischen Terek und Malgobek Mitte August 1942 bis 31. Dezember 1942
9.9.42.
Verteidigung des Brückenkopfes in der bisherigen Stellung. Das
Panzerregt. 3 erweitert den Brückenkopf nach Osten bis zum Ort Terek. Es
vernichtet dabei 8 fdl. Geschütze. Wetterlage bis
12.9.: gut Verschuss: 43 1o.9.
Die B.Stellen werden bis
zur Höhe des Kolchosstalles nach Süden vorverlegt. Außer einer Ausdehnung des Brückenkopfes nach Westen verläuft der
Tag ohne besondere Vorkommnisse.
Verschuss: 20 11.9.
Da der Schwerpunkt t des Kampffeldes sich nach Westen verlagert hat,
beginnen für die Division wieder ruhige Tage. Außer den fdl. Angriffen läßt
die Art. und Fliegertätigkeit erheblich nach. Verschuss: 12 12.9.
15.15 Uhr findet ein Panzervorstoß mit dem Ziele statt, die fdl. Inf.
Stellungen zur Entlastung des I.R.117 zu vernichten. Zur Bekämpfung des
Panzerangriffs schießt der Russe mit seiner gesamten Art., die bei dieser
Gelegenheit gut erkannt werden kann. Durch Fliegerschießen werden 2 Battr.
mit Erfolg bekämpft. Ein A.V.Ko. wurde zum Panzerregt. abgestellt, das im.Pz.Wag. mit
aufgebautem Tornisterfunkgerät den Angriff mitfuhr, um die Abt. über die
Bewegung und Absichten der Panzer zu orientieren und von dieser
vorgeschobenen B.‑Stelle Feindziele der Abt. aufzuklären oder selbst zu
bekämpfen. Es wurden durch dieses Unternehmen mehrere hundert Gefangene
eingebracht, einige Pz.‑Jäg.Kan. zerstört, und zahlreiche Inf. Waffen erbeutet. Verschuss: 158 Gesundheitszustand:
im ganzen gut!
Häufiges Auftreten von Magen- und
Darmkrankheit 13.9.
Der Feind hat die am Vortag verlorenen Stellungen wieder besetzt und Abstand gehalten. Der Tag verläuft äusserst ruhig. Wetter: 13./14.:
regnerisch Verschuss: 44 14.9.
Die Abteilung verbleibt in
alter Stellung in Abwehrbereitschaft. Der
Tag verläuft ruhig. Verschuss: 20 15.9. Im ganzen Abschnitt herrscht
Ruhe. Wetter 15./17.:
gut Ersatz: 2
Waffengehilfen Verschuss: 7 16.9. Starker Fahrzeugverkehr auf Serpentinenstraße
nördl. Wosnessenskaja. Am Nachmittag Feindangriff beim rechten Nachbar. In
der Nacht vom 16./17.9. entwickeln die Russenflieger eine besonders rege
Tätigkeit.
Verschuss: 32 17.9.
Keine Inf.‑Tätigkeit. Die Abtl. bekämpft Feindbattr. beiderseits der Grusinischen Heerstrasse.
Verschuss: 176 18.9.
Geringe
Gefechtstätigkeit. Die Stellungen werden weiter ausgebaut. Wetter:
18./19.: bedeckt Verschuss:
20 Ersatz: 2
Uffz., 1 Mann. 19.9.
Während der
Nacht schießt eig. Art. Störfeuer auf Heerstrasse.
Ein für den Morgen erwarteter Feindangriff
bleibt aus. Tagsüber ruhig.
Verschuss: 49 20.9.
Im ganzen Abschnitt herrscht Ruhe. Wetter 20./ bis 23.: sehr warm, gut Verschuss: 12 21.9.
Ruhe! Die russ. Art. schweigt völlig. Verschuss: 10
22.9.
Ruhe im ganzen Abschnitt. Verschuss: 15 23.9.
Kurz nach
Mitternacht beginnend bis in die Morgenstunden Gefechtslärm beim linken
Nachbarn. Eigener Abschnitt Ruhe! Verschuss: ./.
24.9.42 Russ. Stoßtrupp, der gegen 3.00 Uhr
entlang der Buschreihe angreift, wird abgewiesen. Die 4./Battr. beteiligt sich daran.
Wetterlage bis
26.9. gut, sehr warm Verschuss: 64 25.9.
Tagesverlauf ohne besondere
Vorkommnisse.
Zur Unterstützung des morgigen Angriffs machen 3./ und 4. Battr. in den Abendstunden
nacheinander Stellungswechsel etwa 2 km weiter nach Süden in F.St.
beiderseits. der Heerstraße. Der Nachr. Zug legt die entsprechenden
Fernsprechverbindungen Verschuss: ./. 26.9. Das I.R.117 hat den Auftrag, im
Rahmen der Div. am li. Flügel eingesetzt, anzugreifen und die Linie 510‑515 zu nehmen. Die Abt.,
mit unterstellter l0./Battr. ist auf Zusammenarbeit mit I.R.117 auch
weiterhin angewiesen. Um den Angriff
entfernungsmäßig gut unterstützen zu können, wurden die beiden Battr. in
erkundete Stellungen vorgezogen. l0./Battr. verbleibt in F.St. etwa 1 km
nordwestl. 415. Lage der B.St. und
des Abt.Gef.Std. siehe anl. Skizze. Angriffsbeginn: 4.45 Uhr. Die Abt.
unterstützt zunächst das am rechten Flügel eingesetzt III./Btl. durch beobachtetes
Zerstörungsfeuer auf die erkannten Ziele im Sonnenblumenfeld. Sehr gute Abprallerwirkung. Das III./Btl. stößt ohne nennenswerten
Feindwiderstand bis etwa 1 km nordostw. 518 vor. 3./Battr. legt B.St. mit
vorgehender Inf. bis Gegend 43o vor. Das Feuer der Abt. wird nun vor den
Abschnitt des in der Mitte eingesetzten I./Btl. verlegt. Feindstellungen im
Maisfeld werden niedergekämpft. Aufgrund des guten Vorwärtsschreitens des
Angriffs entschließt sich der Kdr. die rechts eingesetzte 3./Battr. in die
Gegend hart westlich 43o vorzuziehen. 4./ Battr. unterstützt das weitere
Vorgehen des I./Btl. durch Feuer von
vorverlegter B.-Stelle auf erkannte Feindziele beiderseits der Strasse.
Geschützstaffel 3./Battr. Erhält beim
Vorziehen entlang der Eisenbahn starkes flankierendes Granatwerferfeuer aus
westl. Richtung (Sonnenblumenfeld). Das Instellunggehen ist nur mit Teilen
möglich. Mehrere Ausfälle. Mun.‑Staffel kann nicht mehr einfahren und
lädt etwa 1 km nördl. der F.St. aus. Feindl. Feuer liegt mitten in F.St. Mun. wird trotz des starken Feuers von
Kanonieren eingetragen. In direktem Schuss wird
starke fdl. Flankierung aus Westen ausgeschaltet. Das Feuer der schw.
feindl. Waffen verstärkt sich. Instellunggehen des 3. Geschützes und der
Antransport von Mun. ist nicht mehr möglich. Die Battr. wird völlig
niedergehalten. Weitere Ausfälle. In der Zwischenzeit
schießt der Feind mit mehreren Battr. leichten, mittl. und schw. Kal. auf die eig.Linie. Artl. Bekämpfungsgruppe
mit lo./Battr. bekämpft mit Schall aufgeklärte Feindbattr. Feuer liegt sehr
schlecht. Es wäre zweckmäßig, wenn B.Abt. das Einschießen der
Schallmeßbattr. durch Augenbeobachtung (in diesem Fall sehr gut möglich.)
überwachen ließe. Der Abt.Kdr. bekämpft mit außerordentlich gut beobachteter
Wirkung mit 4./Battr. eine Feindbattr. und hält sie nieder. Inf. hat
Angriffsziel erreicht. Ein aus südostw. Richtung auf das II./Btl.
vorgetragener Feindangriff wird durch V.B. 4./ abgeschlagen. Lt. Lucke wird
durch Art. Volltreffer schw.Kal. als A.V.Ko. am Rgt.Gef.Std. I.R.117 schwer
verwundet. Er stirbt wenige Stunden später auf dem H.V.Pl. Mosdok. Verschuss: 358 Gesundheitszustand:
im ganzen gut,
häufiges Auftreten von Magen- und Der Abteilung wird die Darmerkrankungen 10.
Battr. (s.F.H.) unterstellt. 27.9.42 Am späten Abend hat das III. Btl.
seine Stellung aufgegeben und sich an das II. Batl. angelehnt. Mit rechtem Flügel muß es sich
einigeln, da mit der Radf. Abt. trotz
mehrerer Spähtrupps keine Verbindung aufgenommen werden konnte. Der Russe
sitzt (nach Gefangenenaussage in Stärke von 250 ‑ 300 Mann) in der
rechten Flanke im Sonnenblumenfeld zwischen I.R.117 u. Radf. Abt. Dieser
besonders für die 3. Battr. unhaltbare Zustand kann wegen Erschöpfung der
Inf. nicht mehr beseitigt werden.
Starker Artilleriebeschuß auf B.St. und Feuerstellung der 3. Battr., die so
zum Schweigen gezwungen ist.
Wetterlage bis 2.10.:
Verschuss: 67 28.9.
Während der Nacht wird die
Feuerstellung der 3. Battr. weiter ausgebaut, 3. Geschütz in Stellung gebracht und' ausreichend Mun.
herangefahren. Da keine eigene Inf.-Sicherung vorhanden, muß sich die
Feuerst., nur durch ein 2 cm‑Heeres‑Fla‑Gesch. unterstützt,
nach Westen sichern. Am Morgen unterstützt die Battr. durch direkten Beschuß
das von 2 Komp. von Westen und Osten
versuchte Durchkämmen des Sonnenblumenfeldes. Sehr starker Feindwiderstand,
große Verluste bei der Infanterie. Das Unternehmen kann nicht durchgeführt
werden. Infanterie zieht sich auf alte Stellung zurück. Wiederum starkes
feindl. Artilleriefeuer auf Feuerstellung. 3. Battr. und auf die vordere
eigene Linie. 4. Battr. bekämpft mit guter Wirkung stärkere Feindbewegungen
vor I. Batl.
Verschuss: 24 Gesundheitszustand: im ganzen gut, häufiges Auftreten von
Magen- und Darmkrankheitenj 29.9.
Während der Nacht muß die Feuerstellung 3. Batterie wieder
Sicherung nach Westen übernehmen. Eine
infanteristische Kampfgruppe versucht nochmals das Durchkämmen des
Sonnenblumenfeldes. Trotz guter, durch Überläufer bestätigter Unterstützung
der 3. Battr. gelingt das Vorhaben nicht. Die Infanterie zieht sich auf
Ausgangsstellung zurück. Lage weiterhin ungeklärt. 3. Battr. wird am
Nachmittag durch sehr schweres Art-Feuer niedergehalten. Ein Geschütz
beschädigt. 10. Battr. bekämpft mit Schall
aufgeklärte Feindbatterien. 4. Battr. schießt Störungsfeuer auf
erkannte Feindbewegungen vor eigener Linie.
Verschuss: 136 30.9. Eigene Spähtrupps stellen am Vormittag
fest, daß sich der Feind (etwa 250 Mann) trotz eigener Abriegelung nach Süden
zurückgezogen hat. Tag verläuft ruhig. Nur leichtes feindl. Störungsfeuer.
Abt. bekämpft kleine Inf. Feindziele.
Verschuss: 17 1.10. Umbesetzung der Offz.Stellen auf
Grund der Ausfälle. Lt. Römhild tritt zum Stab als A.V.0. Lt. Thiel von 4. zur 3.Battr. Auf dem Weg
zur 3. Battr. wird Lt.Thiel durch Granatsplitter verwundet. Er mußte zum
H.V.Pl. transportiert werden. Da die Feuerstellung der 3. Batt. vom Feind
erkannt ist, .wird durch den Abt.Kdr. an der Nordwestecke des Maisfeldes eine
neue Stellung erkundet, Stellungswechsel während der Nacht mit 2 Geschützen.
Arbeitsgeschütz bleibt in alter Stellung. Eine größere feindl. Ansammlung
wird von 4. Battr. zerschlagen. IVa und V II zieht nach Mosdok um!
Verschuss: 15
2.10.
3. Batterie hat während der Nacht Stellungswechsel vollzogen,
erhält jedoch schon beim Einschießen Feuer.
4. Batterie bekämpft Feindbatterien,
muß davon aber wegen
starkem Beschuß ablassen.. Keine Infanterietätigkeit. Verschuss: 9 3.10.42
Die Abt. wird
der Art. Gruppe Zabel (711) unterstellt. Die Battrn. haben nur Feuer
frei bei feindl.. Angriff. Um dem feindl. Beschuß
sich zu entziehen, verlegt 4. Battr. ihre
St. 500 m rückwärts der alten. Wetterlage vom 3.-10.10.42: gut Verschuss: 9 4.10.
Einschießen auf
erkannte Feindziele. Geringe feindl. Artl. Tätigkeit, sonst Ruhe. Verschuss: 21 5.10.
Der rechte Nachbar greift an. Um
den Angriff zu verschleiern und den Feind zu täuschen, schießt die Abt. von 4,10 bis 4,40 Uhr
Störungsfeuer auf erkannte Feindziele. Der Russe schweigt. Erst um 6.oo Uhr
streicht er mit schwerem und mittlerem Kal. die Hügelkette ab. Nach
Feststellung von Spähtrupps hat sich der Gegner 2‑3 km abgesetzt Verschuss: 172 6.10.
Der Tag verläuft ohne besondere Vorkommnisse. Verschuss: 32
7.10. Feind wie bisher. Rechter Nachbar hat
Tagesziel erreicht. G.R.117 hat den Auftrag, im Rahmen der Div. mit II./ rechts und III./
links der Feldbahn und I./ westlich der Heerstr. anzugreifen und die Linie
646 (Bahnhof) 1 km südlich Kolchos (719)
zu nehmen! Artilleriegruppe Zabel mit unterstellter II. Abt. (10.
Battr. ) unterstützt diesen Angriff zunächst durch einen Feuerschlag auf
Kolchos auf Abruf des V.B. Nach Brechung des Widerstandes am Kolchos durch
beobachtetes Zerstörungsfeuer beiderseits und an der Bahn. Die II. Abt.
entsendet V.B. 3. Battr. zu III. Btl., V.B. 10. Battr. zu II. Btl., V.B.
4.Bttr. zu I. Btl. I. Btl. erreicht Angriffsziel ohne
Art.‑Unterstützung. II. und III. Btl. bleiben in starkem Abwehrfeuer 2
km nördl. 646 liegen. Südlich des Kolchos wird fdl. Bereitstellung erkannt
und bekämpft. Um den Angriff besser unterstützen zu können, macht 4.Battr.
bei Nacht Stellungswechsel rechts der Bahn ins Sonnenblumenfeld. Verschuss: 62
Gesundheitszustand: im ganzen gut, leichte
Fälle von Gelbsucht 8.lo.
Der Abt. Gef. Std. wird am frühen Morgen vorverlegt in Höhe B.‑St.
3 Bttr. hart südl. 717 hinter einen
Heuschober, desgl. B.‑St. 4 Bttr. und lo. Bttr. II. und III./I.R.117 haben den Auftrag,
über 646 hinaus den Angriff fortzusetzen. I./ nach Osten abzuschirmen. Hierzu
löst die Abt. 4.15 im Verein mit I. Wrf. 54 einen Feuerüberfall auf 646 aus.
Die Infanterie kann wegen sehr starken Feindwiderstand 646 nicht nehmen und
bleibt 800 m nordl. davon liegen. Ein Gegenstoß des Russen am Nachmittag wird
mit Hilfe der Abt. und der Werfer abgewiesen. Verschuss: 114 9.10. Die Abt. ist der
Gruppe Dietrich (W. R.54) unterstellt. Die Bttrn. haben während der Nacht vom
Kdr. erkundete Feuer‑St. bezogen in Höhe 3o7‑3o8. Verst. I.R.117 tritt um 5 Uhr an und greift
beiderseits der Bahn nach Süden über 646 auf 647 an. Die Abt.
unterstützt erstes Antreten durch Feuerzusammen-fassung in der Zeit von 4,50
bis 5.00 Uhr auf Bahnhof (646) und Gelände südwestl., südl., und südostwärts 646.
Inf. kommt nur 5oo m vorwärts und bleibt in starker Gegenwehr liegen.
Wiederholt versucht der Gegner die vordere Linie mit dem Salven‑Geschütz
einzudecken, hat aber nur geringen Erfolg. Der Angriff selbst wird nicht
fortgesetzt. Den ganzen Tag über fdl. Störungsfeuer in unserern Abschnitt.
Verschuss: 241 10.10. Gegen 3 Uhr werden gleichzeitig von 3. und
4. Bttr. mehrere rote Leuchtkugeln in
Richtung 646 gesehen. Feind greift an. Beide Battrn.
lösen Sperrfeuer aus. Nach
Meldung der Inf. lag das Sperrfeuer etwas zu weit, da der Feind erst
bemerkt wurde, als er vor den eigenen
Deckungslöchern stand. Er wurde abgewiesen. lo.30 Uhr versucht der Feind wieder
in Btl. Stärke von 646 aus in die vord. Linie einzubrechen. Mit wirksamer
Unterstützung der 3. und 4. Bttr. gelingt es, ihn abzuweisen. Der linke
Flügel des Rgt. (I./J.R.117) ist einem wiederholten Ansturm von 250‑300
Mann nicht gewachsen und muß trotz starkem Störungsfeuer von lo. Bttr. fast
auf die Ausgangsstellung vom 7.10. zurückgehen. Damit fällt der
heißumkämpfte Kolchos wieder in Feindeshand. Während der Nacht bauen
3.u.4.Bttr. Stellungen 2 km südl. der bezogenen aus, um von dort aus auf 650
wirken zu können. lo.Bttr. muß davon absehen, da vordere Linie nur noch 4oo m
vor ihrer Stellg. ist Wetterlage vom 10. –
16.10.: gut Oblt.
Bartholomäus
Verschuss: 211 wird
während der Kommandie- Ersatz: 2 Offz. 1 Uffz. 2 Mann rung von Olt. Raspe in
Jüterbog mit der Führung
der 4. Battr. beauftragt. 11.lo. "Tag der Abwehr". lo.oo Uhr Feindangriff von 646 aus. Bttr. schießt Sperrfeuer. Die Abt.
macht einen Feuerschlag auf Feindansammlung bei 646 und schießt dann weiteres
langsames Störungsfeuer auf zurückgehenden Gegner. Die Stellungen von 5 schweren
Granatwerfern hart westl. 646 werden von V.B. 4. Bttr. erkannt und
niedergehalten. Im Laufe des Tages rennt der Russe wiederholt in Stärke von 2‑3
Komp. gegen II. Btl. an, wird aber mit Hilfe von gut liegendem Feuer der Abt.
und einer Werfer‑Bttr. nach heftig erbittertem Ringen bis in den späten
Abend abgeschlagen. lo.Bttr. bezieht, da
sich die Lage am linken Flügel des I.R. nicht geändert hat, in der Nacht Stellung
im Sonnenblumenfeld nördl. der 4. Bttr.
Verschuss: 156 12.lo.
Nacht verläuft ruhig. 7.30 Uhr melden die V.B. 3. u. Battr. fdl.
Bereitstellung in Stärke einer Komp.
bei 646. Beide Bttr. eröffnen das Feuer darauf und zerschlagen sie. Gegen
Mittag schiebt sich der Gegner ostwärts der Bahn in kleinen Gruppen an die
vordere Linie heran. Die Abt. schießt Störungsfeuer Fdl. Art. streut das
rückwärtige Gelände ab. Gesundheitszustand:
leichte Darmerkrankungen Verschuss: 59 13.lo. Am Morgen lebhafter LKW. und Panjewagen‑Verkehr
auf der Nachschubstraße nach 646. Im Schutze des Nebels fühlt der Gegner von
646 aus vor. Kleine Trupps tauchen ostw. v. 646 im Maisfeld auf. Infolge
gutliegenden Störungsfeuers der 3. Bttr. zieht er sich zurück! 4. Bttr.
erkennt 1 km südostw. 646 feuernde Feindbattr. mit 3 Gesch. Kal. 7.62 cm und hält sie
nieder. Verschuss: 55 14.10. Gegen 8.00 Uhr zieht sich der
Feind ost‑ u. südostw. 646 in Stärke von l00 Mann
zusammen und stellt sich scheinbar zum Angriff bereit. Die Abt.
zerschlägt die
Bereitstellung. 1 feuerndes 7.62 cm Gesch. wird in
der Mulde westl. 646 erkannt und niedergehalten. In den Mittagsstunden starkes fdl. Störungsfeuer
schw. Kal. in Gegend Abt.Gef.Std. und westl. davon.
Verschuss: 63 15.lo. Außer einem fdl. Spähtrupp am frühen
Morgen wiederholte Bereitstellungen von
6o‑8o Mann südl. 646, die von 3. Battr. zerschlagen werden,
Ruhe. Verschuss: 1 16.lo. Kleine Inf. Gruppen südostw. 646 werden
durch leichtes Störungsfeuer zersprengt. Sonst Ruhe. Verschuss: 22 17.10. 42 In der Lücke zwischen II. und
III.Btl. ist ein fdl. Spähtrupp
durchgesickert. Schon am Vorabend wurde ein Funker auf dem Weg zur Feuer‑St.
3. Bttr. angeschossenen. 2
Störungssucher zum V.B. 3.Bttr. werden vermutl. von demselben Spähtrupp 500 m
vor der F.St. angefallen. 1 Mann tot, der andere verwundet. Auf
Überläuferaussage hin soll Kolchos (719) eine‑B. Stelle sein, auch
werden dort stärkere Inf. Ansammlungen beobachtet. Abt. löst Feuerschlag
darauf aus. Während der Mittagszeit stärkeres Art. Feuer in Gegend F.St.
Bttr. Verschuss: 54 Wetterlage vom 17.-27.10. : gut,
teilweise leichter Regen Gesundheitszustand: im ganzen gut,
Auftreten von
Hautkrankheiten, Darmerkrankungen 18.10.
Keine Inf. und Art. Tätigkeit. Uni Mitternacht greift der Russe überraschend
westl. und ostw. 646 an. 3. u. 4.
Bttr. lösen Sperrfeuer aus und schießen danach weiter langsam Störungsfeuer.
Der Angriff wird abgeschlagen.
Aufstellung einer Alarmeinheit in Protzenstellung. Die Alarmierung
erfolgt auf das Stichwort "Fronthilfe". Verschuss: 34
8./117 der Abteilung unterstellt Ersatz: 3 Mann 19.10. 3.00 Uhr g reift der Feind wieder
bei 646 an. Sperrfeuer wird nach Anforderung der Inf. ausgelöst. Der Angriff wird mit Hilfe gut
liegenden Störungsfeuers der Abt. abgeschlagen. Außer geringer Art.
Tätigkeit Ruhe. Verschuss: 159 20.10.
Um die Mittagszeit macht die Abt. einen Feuerüberfall auf Feindbattr.,
3 Gesch. Kal. 7,62 2 km südostw. 31o,
die schon einmal von 4.Bttr. unter Feuer genommen wurde Nach Beobachtung
liegt das Feuer sehr gut. Keine T.f-Tätigkeit.
Verschuss: 45 21.10.
9.00 Uhr 5 Bomber im Jagdschutz, die 2 km südwestl. 7oo 2o Bomben
werfen. Sonst Ruhe. Verschuss:
96 3./711 auf Grund von Umgruppierungen der
Abt. unterstellt. 22.10. Um den Kolchos wieder in eigene Hand zu bringen und die Front zu
verkürzen tritt in den frühen
Morgenstunden im Nebel die Pz.Gr. Brückner an mit dem Auftrag, nach Süden
vorzustoßen bis 1 km südl. des genannten Kolchos und dann nach Westen abzudrehen
und das Gelände vor dem linken Flügel des I.R.117 zu durchkämpfen.
Darauf tritt I. und II. Btl. an, um
die Höhenrippe südl. des Kolchos westl. der Heerstraße zu nehmen. Zur Täuschung und Bindung des Gegners löst
die Abt. 5.lo Uhr einen Feuerschlag auf 646 aus. Die Inf. erreicht
Angriffsziel, jedoch bricht der Gegner in der linken Flanke wieder ein und
besetzt den Kolchos trotz starkem Störungsfeuer der 4. Bttr. Dieser Zustand
ist untragbar. Der linke Flügel wird während der Nacht in die Ausgangsstellung
wieder zurückgenommen. Verschuss: 344
Oblt. Bartholomes erkrankt. Lt. Nagel wird mit der vertretungsw. Führung beauftragt. 23.10.
Im ganzen Abschnitt herrscht Ruhe. Verschuss: 9
24.10. Die lo. Bttr. bekämpft mit B.Abt.
Feindbattr. Wirkung kann wegen schlechter
Sicht nicht festgestellt werden. Verschuss: 10 25.10. Der Kampf auf den Malgobeck‑Höhen
ist zum vorläufigen Abschluß
gekommen. Feind verhält sich ruhig ,
jedoch ist mit stärkeren fdl. Spähtrupps vor allem in den Lücken zu
rechnen. Verschuss: 33 26.10. Auf Grund der Lücken in vorderer
Linie werden die B.St. zu Widerstandsnestern und die F.
Stllgn. zu Stützpunkten ausgebaut. Verschuss: 19 27.10. Die Division richtet sich zur Verteidigung
ein. Um in den zugewiesenen großen
Feuerraum besser wirken zu können werden die Feuerstellungen
auseinandergezogen. Die Battr. machen nacheinander Stellungswechsel. Verschuss: 7 28.10.1942 Keine Infanterie‑Tätigkeit. Die Bttr.
werden auf Vernichtungsfeuerräume
bis eingeschossen. Vom A.R.
wurde ein Reiterzug aufgestellt. Jede Einheit stellte hierzu
einen 31.10.1942 Reiter ab.
Auftrag des Zuges: Jagd auf durchgesickerten Feind und Partisanen
hinter der vorderen Linie.
Wetter: Regen, leichter Nebel (30. Wetter gut)
Verschuss: 31 1.11.
Geringes fdl. Störfeuer. Trotz wenig zur Verfügung stehender
Baustoffe, zumeist aus alten russ.
Stellungen, wird der Ausbau der V.St., F.Stllg. und A.G.Stllg.
vervollständigt. Wetter: teilweise
gut, teilweise leichter Nebel 1.-6.
Verschuss: -- 2.11.
Den Morgennebel benutzt der Russe, um 3 mot. Gesch. beim Kolchos in
Stellung zu bringen. Doch plötzlich
lichtet sich der Nebel. Das schnell einsetzende Feuer der lo.Bttr. zwingt die
einfahrende Bttr. hinter dem Gebäude Deckung zu nehmen. Ein Instellunggehen wird vereitelt.
Einschießen der 8./Flak 24 auf Vernichtungs‑Feuerraum Ida,
Kolchos uns. Sperrfeuer links der 3.
Bttr. In der Protzenstellung der 3. Bttr. wird ein mühsam zusammengefahrener
Heuhaufen als Vorrat für den Winter von Zivilisten angesteckt trotz Bewachung
durch Posten. Verschuss: 90,
Gesundheitszustand: im ganzen gut,
Gelbsuchterkrankungen mehren sich. 3.11. Beim Vernichtungsfeuerraum Ulrich tritt
eine neue Feindbattr. mit 3 Gesch.
leichten Kalibers auf. Sie wird bekämpft und zum Schweigen
gebracht. Nach Beobachtung und Aussagen von Gefangenen befindet sich im
linken Gebäude des Kolchos eine B.St. Einschießen und Wirkungsschießen vom
a.G. 3.Bttr., 4 Treffer werden erzielt. Das Schießen bei einer Schwenkung von
über ll00 Strich nicht einfach. Verschuss: 19 4.11. Vereinzelter Fahrzeugverkehr und
geringe Gefechtstätigkeit. In der Nacht löst I.R.117 mit dem Res.Btl. das Linke Btl. I.R.7o westl.
der Bahn ab. Es bleibt zwischen den beiden eingesetzten Komp. eine Lücke, in
die der Gegner einsickert. Verschuss: 3 5.11. Die Infanterie kann die Lücke nicht
schließen.
2 Feindbatterien schießen aus südl. Richtung nach nördl.774 auf unsere
Kaffee-fahrzeuge. Ihr Feuer kann nur von einer B.St. in Kolchos geleitet werden.
Da auch sonst noch sehr reger Verkehr dort festgestellt wird, löst die Abt.
einen Feuerschlag darauf aus. Der Russe antwortet mit 2 Gesch. schw. Kalibers
aus einer Stellung südl. 784. Sie werden von der Kanonen‑Bttr. unter
Feuer genommen und niedergehalten. Eine zweite Bttr. leichten Kal., 1 km südl. 786, wird zum Schweigen gebracht. Verschuss: 90 6.11. Während der Nacht schießt 4.
Bttr. Störungsfeuer vor die Lücke beim III.Btl. Im Morgengrauen wird versucht, den
eingesickerten Feind zurückzudrängen. Erst am Nachmittag ist die Sache
restlos bereinigt. Der Gegner fühlt bald hier bald da nordwestl. 792 unter
heftigem Granatwerfer‑Feuer auf eigene Linie mit kleinen Stoßtrupps
vor. Dank des gut liegenden Störungsfeuers der 4. Bttr. erreicht er nichts. Verschuss: 80 Ersatz: 1
Uffz., 11 Mann 7.11. Von 2.30 ‑ 4.3o Uhr schießt die
Abt. 6o Schuß auf Sperr‑ und Vern‑Feuerräume mit Schwerpunkt
beiderseits der Heerstraße. Tag der russ. Revolution. Mit einem Angriff wird
gerechnet. Im eigenen Abschnitt bleibt es aber ruhig. Dem rechten Nachbar gelingt es,
das seit Tagen gestellte Angriffsziel Höhe (Z.P.) 8o9 und 81o
nach großer Art. Vorbereitung zu erreichen. Die Div. geht in ihrem ganzen Abschnitt bis auf
weiteres zur Verteidigung über. Verschuss: 193 Wetter:
gut 8.11. bis 14.11.
Außer Störungsfeuer auf Fahrzeuge und Schanzarbeiten im ganzen
Abschnitt Ruhe. Die kämpfenden Teile
sind in splittersicheren Wohnbunkern
untergebracht. Munition gegen
Regen und Witterungseinflüsse
abgedeckt und vorschriftsmäßig gestapelt.
Der Ausbau der Wechselstellungen schreitet gut voran Wetter: Schnee, leichter Frost am 14.11. wird 8./Flak 24
auf Zusammenarbeit dann Regen
mit II. Abt. angewiesen u. auf
Vern. Feuerräume
Verschuss: 62 eingeschossen. 15.11.
Störungsfeuer
auf feindl. Ansammlung in Stärke von
30 - 40 Mann und Panjefahrzeuge bei 792 (Bahnhof). Sonst Ruhe.
Abt.‑Gef.Stand geht in Flammen auf. Bohlen, die zur Abdeckung dienten und das
in der Nähe liegende Heu hatten Feuer
gefangen. Die Abt. erhält vom Rgt. einen Greiferradschlepper ‑Lanzbulldogg
(Diesel) zugewiesen. Wetter: Schneefall,
diesig
Verschuss: 13 16.11.
In der Nacht starker Gefechtslärm bei 774 (Kolchos). Nach
schnell einsetzendem Störfeuer wieder
Ruhe. Ein feindl. Wandergeschütz, das bei 1 km
westl. 792 auftaucht, wird bekämpft. Wetter: leichter Nebel
Verschuss: 51 Ersatz: 1
Offz., 2 Mann. 17.11.
bis Keine besonderen Ereignisse.
Schanzarbeiten hüben und drüben. 2o.11.
Weiteres Einschießen auf Vernichtungsfeuerräume.
Wetter: veränderlich, bedeckt, leichter Nebel
Verschuss: 89 21.11.
bis 22.11. Keine Kampfhandlung.
Protzenstellung 3. Batterie wird mit
152 Pferden, 62 Mann und lo Hilfswilligen in das rückwärtige
Armeegebiet in den Raum von Kanowo verlegt auf Grund der schlechten Beschaffung von
Rauhfutter.
Wetter: regnerisch
Verschuss: 5 23.11. Geringes Störungsfeuer, sonst Ruhe.
Beginn eines Unterführerlehrganges unter Leitung von Oblt. v. Gösseln. Herr Oberst Barth besichtigt die Feuerstellungen.
Wetter: leichter Frost, klare Sicht
Verschuss: - 24.11. und Keine
Kampfhandlungen. In der Nacht zum 26.11. macht der Russe beim Bahnhof (792) 25.11. mit Lautsprechern Propaganda. Ein
paar gut liegende Schüsse der 4, Battr. Bringen ihn zum Schweigen. Wetter: gut,
Sonnenschein, nachts Frost
Oblt. Gerike Lazarett. Gelbsucht.
Verschuss: 11
Lt.
Kißling übernimmt die stellv. Führung der
3. Battr. 26.11. Die Div. übernimmt den Abschnitt
"Zimmermann" ostw. der Grus.
Heerstraße bis zum Dorf Terek am Terek. Die Abt. übernimmt den art. Feuerschutz
für I. Batl. G.R. 117, das im Abschnitt Bezugspunkt 907‑154,4
eingesetzt wird. Eine seitliche B.St. 300 m ostw. 603 wird von 3./711
bezogen.
Wetter: Schneefall
Verschuss: 30
27.11. und Beiderseitiges
Störfeuer. 28.11. Die
zum Reiterzug abgestellten Reiter kehren
zu ihren Einheiten zurück. Jeglicher Nachschub an Betriebsstoff wird
gesperrt. Alle Versorgungsfahrten
müssen bespannt durchgeführt werden.
Die Abt. muß die Fahrten für 3./711 (mot) mit übernehmen.
Wetter: Leichter Frost, klare Sicht
Verschuss: 26 29.11.
Am frühen Morgen starker Gefechtslärm
bei linkem
Nachbarn. Der Russe greift in Btl.‑Stärke bei 154,4 in
nordwestl. Richtung an. Im
eigenen Abschnitt außer
starkem art. Störungsfeuer Ruhe, jedoch gegen Mittag
starker Gefechtslärm und Angriffsbewegungen im
Vernichtungsfeuerraum Ida. Die Abt. löst einen Feuerschlag aus. Damit kehrt Ruhe ein.
Wetter: gut
8./Wfr. wird der Abt
Verschuss: 29 wieder
unterstellt.
Gesundheitszustand: Gelb-
suchterkrankungen nehmen weiter zu. 30.11. – 10.12.
Die Tage fehlen im Tagebuch. 11.‑14.12.42 Keine Infanterie‑Tätigkeit.
Beiderseitiges artilleristisches Störungsfeuer auf Fahrzeuge, kleine
Ansammlungen u. Bunker. Des nachts Bombenabwürfe auf die Unterkünfte der
Division. Wetter: Nachts Frost, leichter Nebel. Ersatz: 15 Mann Munition: 76 Schuss 15.12. Bekämpfung von 2 Geschützen
mittleren Kalibers 1 500 m südostw. des Bahnhofes Pretgorna.
Wetter: Nachts Frost, am Tage
Tauwetter Munition:
35 Schuss 16.12.
Störungsfeuer auf dieselbe Feindbatterie und auf 50 Mann, die sich in die Bahnhofsmulde ziehen. Leichtes Artill.
Feuer des Gegners auf vordere. Linie. Stärkerer Verkehr im rückwärtigen
Feindgelände. 17.12. Den ganzen Tag herrscht Ruhe. Nach Überläuferaussage
ist mit einem Feindangriff am nächsten
Morgen zu. rechnen. Wetter: Frost und klares Wetter. Munition: --- 18.12.
Von 3.30 Uhr bis 4.3o Uhr schießt die Abt. westlich und ostwärts des
Bahnhofs Störungsfeuer, um den Gegner
an einer Bereitstellung zu hindern. 5.30 Uhr wird eine Feindansammlung in
Starke von 7o bis 8o Mann am Knick der Grusinischen Heerstraße (auf halber
Höhe) zerschlagen. Während des ganzen Tages starker Verkehr einzelner Leute
am Kolchos. Keine Feindtätigkeit 23.00 Uhr Überläuferaussage,
daß der Gegner 600 Mann Ersatz erhalten habe und auf der ganzen Front angreifen wolle.
Wetter: Wie am
Vortage. Munition: 64 Schuss 19.12. Da
nach den Beobachtungen des Vortages und der Überläuferaussagen zu rechnen
ist, schießt die Abt. von 3.3o Uhr
bis 4 30 Uhr Störfeuer in Gegend des Bahnhofes und Kolchos. Wie erwartet,
greift der Gegner um 5.oo Uhr entlang der Grussinschen Heerstrasse in Stärke
von 250 Mann und westlich des Kolchos
mit etwa 80 Mann an. An
beiden Stellen wird er unter blutigen Verlusten abgewiesen. Kurz darauf
bekämpft die Kanonenbatterie mit gut Erfolg eine LKW‑Kolonne auf der
Heerstraße. 6.45 Uhr greift der Russe mit 2 Kompanien westlich des Bahnhofes
an, auch hier erreicht er nichts. Selbst nach einer Salve mit der Stalinorgel
auf die vordere Linie westlich des Kolchos gelingt es ihm nicht, in unsere
Stellungen einzudringen. An dem gemeinsamen Abwehrfeuer von Infanterie und
Artillerie scheitern alle seine Angriffe, die er während des ganzen
Vormittags bald hier, bald dort
besonders an der Heerstraße, hart
westlich des Kolchos und an der Kleinbahn mit kleineren und größeren Mengen
vorträgt. Die feindl. Artillerie unterstützt die Angriffe nur wenig, jedoch
erzielt sie einen Treffer am Arbeitsgeschütz der 10. Batterie und zerschlägt
bei der 8. Batterie die Holme eines Werfers. Wetter: Nachts Frost,
am Tage klares Wetter
Munition: 291 Schuss Gesundheitszustand:
Gut, noch geringeres Auftreten von
Gelbsuchtfällen. 2o.12.42 Allgemein wird mit weiteren Angriffen
gerechnet. Die
Abt. schießt wiederum Störungsfeuer von 0.00
Uhr bis 4.oo Uhr auf Heerstrasse, in Gegend des Kolchos, westl. des
Bahnhofs und in die Mulde südostwärts davon. 7.45 Uhr unterstützt 3. Batterie ein
Stoßtruppunternehmen westlich des Kolchos. Eine kleine Ansammlung von 30 Mann und 8
Fahrzeugen am Kolchos wird zerschlagen. Ein Angriff von 8o bis loo. Mann um
10.30 Uhr westlich des Bahnhofes wird trotz Vorbereitung durch das
Salvengeschütz abgewiesen und ein wiederholter Angriff um 13.30 Uhr bleibt
ebenfalls ohne Erfolg für den Gegner. Wetter:
Frost, leichter Nebel 8. Batt.
tritt zur III. Abteilung, Munition: 114 Schuss 9.
Batt. zur II. Abteilung. 21.12. Während der Nacht hat der Gegner je eine
leichte Batterie bei 6o8 (Kolchos) und 1 km südostwärts des Bahnhofes in
Stellung gebracht. Beide werden mit Erfolg von der Abt. bekämpft. Drei in der
Mulde beim Bahnhof auftauchende Panzer nimmt die 4. Battr. unter Feuer und zwingt sie zum Abdrehen.
Die Feuerstellung der 3. und lo. Battr. erhalten Beschuß und von der 3.
Batterie fallen 2 Geschütze durch Treffer aus. Wetter: Tauwetter Munition: 141 Schuss 22.12. Keine Infanterie‑Tätigkeit.
Feindliches Artilleriefeuer auf die Zufahrtswege Wetter:
regnerisch, kühl Munition: 20 Schuss
23.12.
Die Abt.
bekämpft die vorgezogenen Geschütze des Feindes und eine Marschkolonne von 6o
bis 8o Mann und 6 Fahrzeugen. 3. Battr. bezieht neue Stellung 8oo südwestl. des Abt. Gef.
Std. Der Feind schießt auch des nachts mit 2 schweren weittragenden Geschützen aus der Gegend 3 km südostw. des
Bahnhofes nach Mosdok. Wetter: Leichter Nebel Munition: 70 Schuss 24.12.
Die Kanonenbatterie bekämpft die beiden schweren Geschütze und zwingt
sie zum Stellungswechsel. Keine Infanterietätigkeit. Wetter: Leichter Frost, Nebel Munition: 62 Schuss 25.12.
Ein Angriff von 60 bis 80 Mann 2 km nordostw. des Bahnhofes wird
abgeschlagen, eine Fahrzeugkolonne
versprengt. Gegen Mittag starkes
zusammengefasstes Artilleriefeuer
des Gegners, besonders in Gegend Kolchos ‑ Heerstrasse. Wetter: regnerisch, kalt Munition: 41 Schuss Gesundheitszustand: leichte Magen- und
Darmerkrankungen 26. bis 29.12.42
Geringe feindl. Artillerietätigkeit. Nachts Störungsfeuer nach Mosdok. 3o.12. Die Pferde der 3. Battr. kommen
aus dem rückwärtigen Gebiet nach Mosdok zurück. Befehl zum Aussuchen der neuen Stellungen
hart nördlich des Terek. 31.12. Alle Vorbereitungen
zum Rückzug werden getroffen. In der Nacht zum 1.1.1943 Stellungswechsel der
3. und 4. Batterie mit je 2 Geschützen. 4. Batterie bezieht Stellung westlich
Lugowskaja, 3. Batterie nordwestl. der Brücke bei Terskaja B.‑Stellen
auf der Höhenkette 1 km südlich Mosdok. Das unterstellte Geschütz der 9. Batterie geht in Lukowskaja in Stellung.
Motzug verbleibt jenseits des Terek zur Unterstützung des Nachhutbatallions Die Abt. ist dem G.R.7o unterstellt.
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Die Brücke über den Terek in den ersten Tagen des
September 1942 (Aufnahme: Horst Kaiser) vorne mit Funkgerät auf dem Rücken:
mein Truppführer kurz vor Überschreiten der Brücke Terek - Gefechtskarte Quelle: "Geschichte der 111. Infanterie Division 1940 -
1944" Friedrich Musculus, Herausgegeben vom Traditionsverband der 111.
Infanteriedivision e. V." Korrektur
zur Grusinische (Georgischen) Heerstrasse: Auszug aus Wikipedia: Grusinische (Georgische) Heerstrasse:
Nach einer Information, die ich früher gefunden habe, beginnt die Grusinische Heersrasse bei Prochladny. Diese Information habe ich im Kriegstagebuch der II. Abteilung des AR. 117 verarbeitet; sie scheint aber nicht richtig zu sein. Nachdem ich jetzt im April 2008 das Buch von Friedrich Musculus „Geschichte der 111. Infanterie-Division 1940 bis 1944“ gelesen habe, stelle ich fest, dass in der 111. ID. augenscheinlich mit der Grusinischen Heerstrasse die Strasse gemeint ist, die von Mosdok nach Süden über Predmostnyj (von den Deutschen „Fischerdorf“ genannt) in Richtung Vosznesenskaja (Wosnessenskaja) führt (heute P 296), und nicht die von mir so gekennzeichnete Strasse ab Prochladny (Musculus Seite 123 und 125). Insofern sind meine Erläuterungen zu berichtigen. Diese Auslegung macht auch die Zuordnung des im Tagebuch genannten „Bahnhof“, der auch einmal als „Bahnhof Predgornoe“ bezeichnet wird, plausibler. Die von mir skizzierte West-Ost-Ausdehnung des Terek-Brückenkopfes wird hierdurch nicht verändert. Bei Musculus ist im Osten der Ort Terek genannt und im Westen der große Terek-Bogen (wo der von Süden kommende Terek um 90 Grad nach Osten umschwenkt), und die Orte Terekskoe, Urozajnoe, Baraki, Arik, Nisny Akbas und Terek. |
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